Martin Weber

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Chronik Oberösterreich
09/02/2019

Energetiker und Bestsellerautor Martin Weber verstorben

Der Energetiker und Erfolgsautor Martin Weber ist am 24. August im 75. Lebensjahr verstorben. Er hat vielen Menschen geholfen.

von Josef Ertl

"Ich brauche keine Anhänger, sondern selbstverantwortliche Menschen", sagte Weber auf die Frage des KURIER, was er zu den vielen Menschen sagen, die zu seinen Vorträgen kämen. "Jeder soll selbst erkennen, was die Wahrheit ist. Die innere Wahrheit macht uns wirklich frei."

Neuer Weg mit 51 Jahren

Der Weg, den Martin Weber gegangen ist, war nicht vorgezeichnet. Er arbeitete bei der Firma Carrera in Traun, bis sie 1996 die Tore schloss. Mit 51 Jahren war er gezwungen sich komplett neu zu orientieren. Er machte die Masseurs-Ausbildung und begann in einem Kurheim in Bad Schallerbach zu arbeiten. Er fiel auf, denn er erzielte Heilerfolge, die anderen Kollegen verwehrt blieben. Dies führte zum Konflikt mit der Heimleitung. Weber zog die Konsequenzen und machte sich als Energetiker selbstständig.



Seine Fähigkeiten waren zuerst nur Insiderkreisen bekannt. Erst als ihn Profi-Sportler besuchten und er ihnen nachweislich helfen konnte, wuchs seine Bekanntheit rasch. 2009 veröffentlichte er seine Gedanken im Buch "Der Mensch im Gleichgewicht" (Ennsthaler-Verlag). Es entwickelte sich mit beinahe 40.000 verkauften Stück zum Bestseller.

Selbstverantwortung

Sein Erfolg ist ihm nicht in den Kopf gestiegen. Er hat sich seine Sensibilität bewahrt und persönlich weiterentwickelt. Er lädt die Menschen ein, Selbstverantwortung zu übernehmen. "Spürt, was euch gut tut", lautet sein Rezept. Es sei falsch, sich auf die Experten zu verlassen, die Menschen sollten selbst entscheiden.

Gesundheit als Wirtschaftszweig

Expertenratschläge müssten immer wieder überprüft werden. Für ihn sind Medikamente und die Pharmaindustrie ebenso ein Wirtschaftszweig wie Operationen. Man könne den Menschen nicht verübeln, dass sie sich so verhielten, weil sie nichts anderes wüssten. Sie wüssten gar nicht, was ihnen vorgedacht werden, was sie zu denken hätten. Von klein auf würde den Menschen vorgesagt, was gut, was schlecht oder was wichtig sei. Sie lernten aber nicht, wie sie glücklich und zufrieden leben könnten.

Liebe statt Leid

Weber hält die Zeit für gekommen, gewisse Dinge auszusprechen. So zum Beispiel Fehlentwicklungen in den Religionen. Hier werde das Leid verherrlicht, nicht aber die Auferstehung und die Liebe. Die Religionen sollten aber nicht dem Leid huldigen, sondern der Liebe und der Freude.

Sohn macht weiter

Der Sohn Marcus Weber (48) führt die Arbeit seines Vaters mit Praxen für Gesundheitstraining und Energetik in Weißkirchen /Tr. und in Wien (1. Bezirk) weiter.