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Chronik | Oberösterreich
07/01/2019

Mit Schirm attackiert: Dönmez zog Messer zur Verteidigung

"Wilder" Abgeordneter Efgani Dönmez in Linz von Mann am Arm attackiert. Politiker wollte Tochter schützen. Kein politisches Motiv.

Der frühere Grünen- und ÖVP-Mandatar und "wilde" Abgeordnete Efgani Dönmez ist Sonntagabend in Linz bei einer Auseinandersetzung verletzt worden. Er hatte, nachdem ein Mann seine elfjährige Tochter angespuckt hatte, ein Messer gezogen, woraufhin er wiederum mit einem Schirm attackiert wurde. Die Polizei bestätigte den Vorfall, ein politischer Hintergrund wird ausgeschlossen.

Dönmez war um 21.30 Uhr mit seiner Tochter in der Landstraße auf ein Eis. Er war in der Innenstadt unterwegs gewesen um mit der Tochter für den Fahrradführerschein zu üben. Als die beiden mit dem Rad nach Hause fahren wollten, sei plötzlich der Mann nahe dem Volksgarten absichtlich vor das Rad der Tochter gesprungen und habe sie angespuckt. Der Unbekannte gab wilde Drohungen von sich. "Er hat gerufen ,ich schneide euch den Kopf ab', ,ich steche euch ab', schildert Dönmez. "Während er mir drohte, hatte er seine Hand in der Jackentasche. Ich forderte ihn mehrmals auf die Hand herauszugeben", so Dönmez weiter. Weil er sein Kind schützen wollte, zog er ein Klappmesser, um den jungen Mann, angeblich ein Tschetschene, auf Distanz zu halten.

 

Finger angeknackst

Daraufhin sei der Mann in ein Wettbüro verschwunden und mit einem Regenschirm zurückgekommen. Dönmez hatte in der Zwichenzeit die Polizei verständigt. Mit dem Schirm  soll der Angreifer dann auf Dönmez eingeschlagen haben. Das Messer hatte er bereits wieder weggesteckt. Beim Angriff erlitt der Politiker am rechten Arm eine Platzwunde und auch der kleine Finger der linken Hand wurde angeknackst. Der Linzer wurde mit der Rettung zur ambulanten Behandlung ins Spital gebracht.

Der Angreifer, ein 23-jähriger russischer Staatsbürger wurde laut Polizei vorübergehend festgenommen, seiner Schilderung nach habe er sich mit dem Regenschirm vor dem Messer schützen wollen. Die Polizei wird den Zwischenfall bei der Staatsanwaltschaft anzeigen. Die Türkische Kulturgemeinde (TKG), laut Eigenangabe eine "Plattform vereinserfahrener Türken und Österreicher", hat den Vorfall am Montag publik gemacht.