"Das ist eine Intrige, jemand will mein Haus"

Gottfried W. im Interview

Nach seiner Enthaftung am frühen Freitagnachmittag setzte sich Gottfried W. in ein Taxi und ließ sich schnurstracks nach Hause chauffieren - der KURIER traf ihn am Abend in seiner "Ribisel-Villa".

Wie erklärt sich der Innviertler die Missbrauchsvorwürfe seiner Töchter? "Das ist eine Intrige", sagt W.. "Irgendjemand hat das den Mädchen eingeredet, weil er mein Haus haben will." Wer das sein soll, kann W. allerdings nicht beantworten.

Er liebe seine Töchter, habe sie auch nie geschlagen. "Ich habe ihnen nie auch nur ein Tapperl gegeben", beteuert W. "Natürlich hat es ab und zu Meinungsverschiedenheiten gegeben. Aber immer, wenn gestritten wurde, habe ich das Haus verlassen."
Wieder und wieder betont der 80-Jährige: "Da will jemand mein Haus. Aber das ist mein Besitz, ich lasse mich nicht vertreiben."

Böse sei er seinen Töchtern nicht. "Sie können ja nichts dafür. Jemand hat sie gegen mich aufgehetzt. Ich will, dass sie bald wieder nach Hause kommen", sagt W.. Nachsatz: "Wer soll mir denn sonst den Haushalt führen?"

In seiner Innviertler Heimatgemeinde gehen die Meinungen auseinander. Während die einen weiterhin an W.'s Schuld glauben, sehen sich andere in ihren bisherigen Zweifeln bestätigt. Eine Passantin bringt die Stimmung auf den Punkt: "Es sind in den letzten Wochen so viele Versionen und Gerüchte im Umlauf gewesen. In Wahrheit weiß keiner, was er glauben soll und was nicht."

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Erstellt am 05.12.2011