Spitzenkoch Mörwald verköstigt Linzer „wie bei Mama“

Musiktheater Mörwald Catering © Bild: Petschenig / PICTURENEWS.AT

Toni Mörwald richtet im Musiktheater eine „österreichische Brasserie“ ein. In vier Wochen ist Eröffnung.

Gemütliche Loungemöbel, knisterndes Kaminfeuer und stimmungsvolle Beleuchtung: Wo Mörwald draufsteht, ist entspannte Esskultur drin. So soll es ab 7. April auch im neuen Spielhaus am Linzer Volksgarten sein – denn der Multigastronom hat sein Portfolio um einen Genusstempel erweitert.

Was sich der Durchschnittsgaumen unter einer „österreichischen Brasserie“ vorzustellen hat, läuft bei ihm unter dem Schlagwort „Essen wie bei Mama“: Bodenständige, aber raffinierte Kost mit Produkten aus der Region. Selbstverständlich darf auch Mörwalds Leibspeise, das Wiener Schnitzel, nicht fehlen. „Der Rest ist noch ein Geheimnis“, sagt er bei einer Führung durch das künftige Restaurant „Das Anton“, wo derzeit noch Tischler, Maler und Küchenbauer mit schwerem Gerät am Werk sind.

Mit einer fast liebevollen Handbewegung streicht Mörwald über die glänzende Oberfläche der Küchengeräte, die frisch ihrer Plastikhülle entschlüpft sind. „Es ist für mich immer faszinierend, wenn etwas Neues entsteht“, schwärmt der Wirtssohn, der von seiner gastronomischen Geburtsstätte, dem elterlichen Gasthaus „Zur Traube“ in Feuersbrunn (NÖ), aus das Regiment über fünf Restaurants, Hotels und eine Kochschule führt. Mit 22 Jahren war er der jüngste Haubenkoch Österreichs.

Stress ist gesund

„Das Anton“ wird die Mörwald’sche Handschrift tragen – nicht nur bei Interieur und Speisen, sondern auch und ganz besonders in Sachen Genusskultur. „Essenszeit ist Lebenszeit“, so das Motto des 46-Jährigen. „Immer heißt es, Essen macht dick und wir sterben an Fett und Zucker. Aber Fakt ist: Hunger hat man jeden Tag und Essen ist etwas sehr Schönes.“

Bevor es schön wird, gibt es aber noch viel zu tun, sagt Christian Hölbl, Geschäftsführer der Spitz Catering GmbH. „Wir sind im Zeitplan“, lässt der Herr über die Gastro-Baustelle wissen. Stressig könne es schon werden, räumt er ein – nur, um sofort ins Positive korrigiert zu werden. „Stress ist Druck, das erzeugt Bewegung und Bewegung ist gesund“, sagt Mörwald lachend – immer den Schalk im Nacken.

Fast fertig ist hingegen das Café im Foyer des Musiktheaters und die Kantine im obersten Stock. Chefkoch Toni Froschauer bereitet täglich frische Menüs für rund 500 Mitarbeiter zu. Das Highlight: Die Theaterleute können auf einer riesigen Terrasse Sonne tanken. Die Restaurantgäste kommen in diesen Genuss erst ab 7. April, wenn das Geheimnis um „Das Anton“ gelüftet wird.

( Kurier ) Erstellt am 09.03.2013