© Getty Images/iStockphoto/Nuthawut Somsuk/iStockphoto

Börse

"Die Schmerzen von heute sind die Gewinne von morgen"

Die Stimmung ist schlechter als die wirtschaftliche Lage, sagt Oberbank-Vorstand Josef Weißl. Der Ausblick auf die Börsenentwicklung ist nicht negativ.

von Josef Ertl

01/21/2023, 11:00 AM

„Aufregend war es immer.“ Dieses Zitat (Buchtitel) von Hugo Portisch stellt Oberbank-Vorstand Josef Weißl seinen Erläuterungen über mögliche Entwicklungen an den Börsen voran. Politik und Wirtschaft hätten im Krisenjahr 2022 eine Reaktions- und Lösungsgeschwindigkeit an den Tag gelegt, die Respekt verdiene. „Das kann die Grundlage für Zuversicht in die Zukunft sein.“

Die Stimmung sei schlechter als die Realität. Obwohl die Börsen weltweit negativ performt hätten, habe es durchaus auch Chancen gegeben. So habe die Aktie der Oberbank im vergangenen Jahr um 13 Prozent zugelegt.

Inflation wird zurückgehen

„Die Schmerzen von heute sind die Gewinne von morgen“, sagt Alois Wögerbauer, Geschäftsführer der 3 Banken-Generali-Investmentgesellschaft zu den Börseaussichten für das heurige Jahr. Er rechnet mit einer Inflation von sechs Prozent für Europa, für die USA vier Prozent. Die amerikanische Notenbank (FED) werde voraussichtlich den Leitzins auf 4,5 bis 4,75 Prozentpunkte anheben, die Europäische Zentralbank (EZB) auf vier Prozent.

Anleihen sind eine Kaufchance

Unternehmensanleihen sind für Wögerbauer eine „Kaufchance“, denn sie würden vier Prozent Zinsen bringen. Dank der Zinswende der EZB sei der Euroverfall gestoppt worden, „das nimmt Druck aus der Pipeline Inflation“. Die österreichische Börse sei mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von sechs „günstig wie“, sie bewege sich seit dem März 2022 in einem Seitwärtstrend. Die Industrierohstoffe hätten ihren Abwärtstrend beendet, „die Welt wird für die kommenden Jahre Rohstoffe brauchen“.

Die Finanzwelt hat sich normalisiert

Wögerbauers Fazit: Die Finanzwelt habe sich normalisiert; alle Assetklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe) seien einen Blick wert, es gebe keine Übertreibungen; die Spitze der Leitzinsen liege unmittelbar vor uns; die Inflation werde sich halbieren; eine Rezession sehe er nicht; Anleihen seien die bevorzugte Assetklasse; Aktien seien im Seitwärtsrend, „sie warten auf einen Treiber“; Gold und Rohstoffe sollten dem Portfolio beigemischt werden.

Wir würden hier gerne ein Login zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Liebe Community,

Mit unserer neuen Kommentarfunktion können Sie jetzt an jeder Stelle im Artikel direkt posten. Klicken Sie dazu einfach auf das Sprechblasen-Symbol rechts unten auf Ihrem Screen. Oder klicken Sie hier, um die Kommentar-Sektion zu öffnen.

Börse: „Die Schmerzen von heute sind die Gewinne von morgen" | kurier.atMotor.atKurier.atKurier.atFreizeit.atFilm.atImmmopartnersuchepartnersucheSpieleCreated by Icons Producer from the Noun Project profilkat