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Oberösterreich
06/21/2021

Bluttat in Aschach: Prozess startet

Mit Hammer und Küchenmessern soll ein 74-Jähriger im Jänner seine Frau attackiert und getötet haben.

von Petra Stacher

Es war der 17. Jänner 2021 gegen 13.15 Uhr als in einem Haus in Aschach an der Steyr (Bezirk Steyr-Land) eine 71-Jährige von ihrem Bruder blutüberströmt im Bett liegend aufgefunden wurde. Der Tatverdächtige: ihr eigener Ehemann. Morgen, Dienstag, muss sich dieser nun in Steyr vor Gericht verantworten. Bereits in der Einvernahme zeigte sich der 74-Jährige geständig.

Mit einem Kupferhammer soll der Angeklagte seiner Ehefrau auf den Kopf geschlagen haben, danach hätte er mit bis zu drei Küchenmessern viele Male auf das Opfer eingestochen, lautet die Anklageschrift. Tödlich sei davon nichts gewesen, ergab die damalige Obduktion. Beide Attacken zusammen hätten jedoch zu einem so massiven Blutverlust geführt, dass die 71-Jährige ihren Verletzungen erlag.

Anschließend hätte der Ehemann versucht, sich selbst umzubringen. Schwer verletzt wurde er am Tag der Tat deshalb – ebenfalls im Haus – von Polizeibeamten gefunden. Der Mann überlebte.

In seinem bereits vorbereiteten Abschiedsbrief erwähnte er seine Frau kein einziges Mal. Stattdessen teilte der 74-Jährige mit, „dass er gewisse Leute von seinem Ableben verständigt wissen will“, hatte die Staatsanwaltschaft kurz nach der Festnahme des Mannes aus dem eineinhalb Seiten langen, handschriftlich verfassten Schreiben zitiert.

Jahrelanger Hass

Bei der Einvernahme gab er dann die Tat zu. Jahrelanger Hass und Streitereien gab der Pensionist laut Behörden als Tatmotiv an. Zudem sei es keine Kurzschlussaktion gewesen: Er hätte die Tat schon Wochen im Voraus geplant gehabt.

Ein Verhandlungstag ist für den Prozess in Steyr angesetzt. Sowohl der Angeklagte als auch ein Zeuge sollen einvernommen werden. Zudem wird eine psychiatrische Sachverstände zu Wort kommen. Das Urteil des Geschworenengerichts soll ebenfalls morgen erfolgen.

Wer Suizid-Gedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen oder an die Telefonseelsorge 142 wenden.

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