Die Lasagne ist ein beliebtes Gericht

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Kolumne
12/28/2019

„Aus den Essensresten mache ich eine Spezial-Lasagne“

Wohin mit den Essensresten der Feiertage. Autorin Silke Kranz hat die Lösung. Sie macht eine Spezial-Lasagne.

Ich hoffe, Sie haben ein schönes Weihnachtsfest mit Ihrer Familie verbracht. Weihnachten ist bekanntlich ja auch das Fest der Liebe, und da denken viele nicht nur an die Familie, sondern auch an alle anderen Menschen. Die Spendenfreudigkeit von uns ÖsterreicherInnen ist nie so groß wie um diese Zeit, damit wird so manchem/r auch bewusst, wie gut es uns doch allen geht und dass unsere Probleme in Wirklichkeit oft nur Kleinigkeiten darstellen.

Hunger in der Welt

Wenn ich an den Hunger in der Welt denke, wird mir ganz übel. Erstens habe ich in den vergangenen Tagen bei Weitem mehr als notwendig gegessen und zweitens sind trotzdem so viele Leckereien übrig geblieben. Natürlich werde ich die Reste des Stefanibratens nicht nach Afrika schicken, und permanent mit einem schlechten Gewissen ob meines geschenkten Wohlstandes zu leben, ist ebenso wenig sinnvoll. Doch ich wurde sparsam erzogen, deshalb fällt es mir schwer, Lebensmittel wegzuwerfen. Alles aufzuessen ist trotz Stretch-Kleidung nicht die Lösung, ich verwerte Essensreste lieber weiter.

Raclette

Am Heiligen Abend gab es bei mir zu Hause Raclette. Beinahe schon traditionell folgt darauf am Christtag ein Auflauf aus Kartoffeln mit einer Sauce, in der sich das übrig gebliebene Gemüse, Fleisch und sogar Dips finden. Überbacken wird das Ganze mit herrlich würzigem Raclette-Käse. Ein absolut kindertaugliches Essen, weil es als Spezial-Lasagne verkauft werden kann. Auch der Keks-Teller wird über Weihnachten nie ganz leer. Mein Problem war immer, dass meine Mutter die Kekse in der Adventszeit vor uns Kindern versteckt hat und diese zum ersten Mal „offiziell“ beim Christkind Suchen am 24. Dezember verkostet werden durften. Ab diesem Moment haben sie nur lange nicht mehr so gut geschmeckt wie die heimlichen zuvor. So halte ich das jetzt auch in meiner Familie, mit dem Effekt, dass Kekse übrig bleiben. Ich habe mir angewöhnt, diese fein zu reiben und einzufrieren. Damit gibt es unter dem Jahr als Highlight hin und wieder Lebkuchen-Kuchen oder ein tiramisuähnliches Dessert mit weihnachtlichem Geschmack.


Ich möchte Sie jetzt gar nicht mit potenziellen Neujahrsvorsätzen langweilen, aber vielleicht üben wir uns 2020 etwas mehr in Wertschätzung: Gegenüber unserem Lebensstil, unseren Möglichkeiten und vor allem unseren Mitmenschen gegenüber. Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch und ein gesundes glückliches neues Jahr!

Autorin Silke Kranz ist Ernährungs- und Sportmedizinerin und praktische Ärztin in Bad Zell

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