Sternenhimmel über der Hohen Dirn im Ennstal.

© Rudi Dobesberger

Astronomen gegen Windpark
09/16/2013

Astronomen gegen Windpark

Sternfreunde wollen keine Windräder am Rande des Nationalparks Kalkalpen.

von Christoph Weiermair

Die Hohe Dirn bei Reichraming im Ennstal, Bezirk Steyr-Land, zählt zu den lichtärmsten Gebieten in ganz Mitteleuropa. Anders als in den Ballungszentren kann man hier den nächtlichen Sternenhimmel noch in seiner ganzen Pracht beobachten. „Wenn Nebel über den Städten hängt, gibt es von der Hohen Dirn einen ähnlich guten Blick auf die Sterne wie in entlegenen Gebieten in Chile oder Namibia“, sagt Rudi Dobesberger, Hobbyastronom und Obmann der Sternfreunde Steyr.

Der Verein hat sich dem Protest gegen die geplanten Windkraftanlagen am Rand des Nationalpark Kalkalpen angeschlossen. Wie berichtet, sollen bis zu 50 Windräder auf den Höhenrücken zwischen Enns- und Steyrtal errichtet werden. Auch in der Nähe des astronomischen Beobachtungsplatzes auf der Hohen Dirn sind Anlagen geplant. „Das Blinken der Positionslichter und die Luftturbulenzen würden die Sicht auf die Sterne massiv stören“, behauptet Dobesberger. Er betrachtet einen natürlich-dunklen Nachthimmel als ein unveräußerliches Menschenrecht, wie es auch in einer Deklaration der Unesco festgehalten ist.

Das Ende der Nacht

In Europa nimmt die Lichtverschmutzung Jahr für Jahr um zehn bis 20 Prozent zu. In den Städten ist der bedeckte Himmel bereits um bis zu 1500-Mal heller als der natürliche Nachthimmel. „Ich verstehe nicht, warum jeder Kreisverkehr mit Flutlicht beleuchtet werden muss“, klagt Dobesberger. Denn zu viel Licht in der Nacht hätte nicht nur negative Auswirkungen auf Tiere wie Insekten oder Fledermäuse, sondern auch auf den Menschen. Der Hobbyastronom hofft, dass die Unesco den Ostalpenraum bei ihrer Konferenz in Wien im Jahr 2018 zur „Starlight Reserve“ erklärt. Damit wäre die Hohe Dirn vor Lichtverschmutzung und wohl auch vor Windrädern besser geschützt.

Unabhängig davon verspüren die Windkraftgegner in der Nationalpark-Region Rückenwind: Viele Bürger haben sich bei Informationsveranstaltungen über die Folgen der Anlagen informiert, auch in den Gemeinderäten dürfte die Zahl der Skeptiker gewachsen sein.

Die Hohe Dirn bei Reichraming im Ennstal, Bezirk Steyr-Land, zählt zu den lichtärmsten Gebieten in ganz Mitteleuropa. Anders als in den Ballungszentren kann man hier den nächtlichen Sternenhimmel noch in seiner ganzen Pracht beobachten. „Wenn Nebel über den Städten hängt, gibt es von der Hohen Dirn einen ähnlich guten Blick auf die Sterne wie in entlegenen Gebieten in Chile oder Namibia“, sagt Rudi Dobesberger, Hobbyastronom und Obmann der Sternfreunde Steyr. Der Verein hat sich dem Protest gegen die geplanten Windkraftanlagen am Rand des Nationalpark Kalkalpen angeschlossen. Wie berichtet, sollen bis zu 50 Windräder auf den Höhenrücken zwischen Enns- und Steyrtal errichtet werden. Auch in der Nähe des astronomischen Beobachtungsplatzes auf der Hohen Dirn sind Anlagen geplant. „Das Blinken der Positionslichter und die Luftturbulenzen würden die Sicht auf die Sterne massiv stören“, behauptet Dobesberger. Er betrachtet einen natürlich-dunklen Nachthimmel als ein unveräußerliches Menschenrecht, wie es auch in einer Deklaration der Unesco festgehalten ist. Das Ende der NachtIn Europa nimmt die Lichtverschmutzung Jahr für Jahr um zehn bis 20 Prozent zu. In den Städten ist der bedeckte Himmel bereits um bis zu 1500-Mal heller als der natürliche Nachthimmel. „Ich verstehe nicht, warum jeder Kreisverkehr mit Flutlicht beleuchtet werden muss“, klagt Dobesberger. Denn zu viel Licht in der Nacht hätte nicht nur negative Auswirkungen auf Tiere wie Insekten oder Fledermäuse, sondern auch auf den Menschen. Der Hobbyastronom hofft, dass die Unesco den Ostalpenraum bei ihrer Konferenz in Wien im Jahr 2018 zur „Starlight Reserve“ erklärt. Damit wäre die Hohe Dirn vor Lichtverschmutzung und wohl auch vor Windrädern besser geschützt. Unabhängig davon verspüren die Windkraftgegner in der Nationalpark-Region Rückenwind: Viele Bürger haben sich bei Informationsveranstaltungen über die Folgen der Anlagen informiert, auch in den Gemeinderäten dürfte die Zahl der Skeptiker gewachsen sein.

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