Im Herzen von Linz stehen die Hauptplatzstandeln

© Linz Tourismus/Johann Steininger

Chronik Oberösterreich
11/24/2019

Adventmärkte: Los geht’s mit dem Trubel

Ein Balanceakt zwischen Kitsch und Tradition – vor allem bei den Platzhirschen in Linz, Wels und Steyr

von Claudia Stelzel-Pröll

An diesem Wochenende eröffnen die ersten Adventmärkte die Vorweihnachtszeit – doch nicht überall herrscht Begeisterung über die Hüttendörfer mitten in der Stadt. In Linz gab es schon im Vorfeld viel Kritik am neuen Riesenrad im Volksgarten und an der Eisskulpturenwelt „Ice Magic“: „Es wird lange brauchen, bis sich die Rasenflächen im Volksgarten davon wieder erholen. Wir haben in Linz genügend versiegelte Flächen wie etwa das Urfahraner Jahrmarktgelände, die sich für so ein Spektakel viel besser eignen“, sagt etwa die grüne Stadträtin Eva Schobesberger.

Auch vom anderen politischen Eck hagelt es Kritik: „Laute und störende Fahrgeschäfte, die immer mehr werden, lassen hier gar keine weihnachtliche Stimmung aufkommen“, befürchtet der blaue Vizebürgermeister Markus Hein – auch in Anspielung auf das 16 Meter hohe Riesenrad, das heuer erstmals direkt vor dem Musiktheater aufgebaut wurde.

Musik & Handwerk

Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) kann diese Bedenken nicht teilen und verweist darauf, dass auch im Vorjahr, nach dem Ende von Ice Magic, die Veranstalter die Wiese im Park gelockert und belüftet haben. Doch nicht nur der Zustand des Parkes, auch das Angebot an den Standeln ist immer wieder Thema, wird doch am Markt im Volksgarten – im Gegensatz zu Haupt- und Pfarrplatz – viel Plastikspielzeug und Fastfood verkauft.

Der Markt am Hauptplatz im Herzen von Linz steht für Kunsthandwerk und für ein vielfältiges Musikprogramm. Auf dem Pfarrplatz geht es ruhiger zu, Bauern, Handwerker und Künstler bieten hier ihre Produkte an. Kinder freuen sich jedes Jahr wieder über die Schafe, die dort vor Ort gestreichelt werden können. Übrigens: Im Linzer Schlossmuseum eröffnet dieses Wochenende auch die traditionelle Krippenausstellung – mit besonderen Stücken aus dem Bestand des Museums und mit Leihgaben.

Fünf Anlaufstellen gibt es beim Salzkammergut Advent. Nach der großen Aufregung um die Wahl zur Kulturhauptstadt 2024, wird jetzt zuerst das gemacht, was sich seit vielen Jahren bewährt hat: Advent gefeiert. Und zwar beim See- und Landschloss Ort am Traunsee, vor der Basilika in Mondsee, beim Christkindlmarkt Ischler Handwerk, beim Wolfgangseer Advent und an vier Orten der Fuschlsee-Region (Infos und Öffnungszeiten auf https://advent.salzkammergut.at).

In der Christkindlregion Steyr tut sich in den kommenden Wochen allerhand: Es gibt zwei Adventmärkte in der Stadt – einen direkt an der Promenade und einen in der Altstadt. Das Postamt in Christkindl bei Steyr feiert heuer 70-jähriges Bestehen: Anlässlich des Jubiläums werden zwei Weihnachtsmarken aufgelegt und alle Kinder, die ihre Wünsche ans Christkind schreiben, erhalten natürlich eine Antwort (www.christkindlregion.com).

In der Welser Weihnachtswelt wird der Schwerpunkt auf Qualität und Handwerk gelegt. Ein abwechslungsreiches Programm mit Aufführungen von Kinder- und Erwachsenenchören sowie Kutschenfahrten machen einen Besuch zum Erlebnis. An mehreren Weihnachtsmärkten – am Stadtplatz, im Pollheimer Park, am Lederer Turm und in Kremsmünster – gibt es Allerhand zu gustieren, probieren und auch zu kaufen. Der große Welser Perchtenlauf am 8. 12. ist nichts für Angsthasen, die wilden Gestalten werden die gesamte Innenstadt belagern.

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