Chronik | Oberösterreich
31.01.2018

90 Prozent weniger Schäden durch Wölfe

2017 nur 850 Euro Gesamtschaden, im Jahr zuvor waren es noch 8500 Euro.

Obwohl ein Wolf, der drei Schafe riss, im Raum Kirchberg ob der Donau der Hauptstadt Linz im Jänner auf 45 Kilometer nahe kam, setzen die Verantwortlichen des Landes OÖ auf den EU-konformen Wolf-Managementplan. Demnach werden auffällige Wölfe verjagt, aber nicht abgeschossen.

Derzeit gäbe es in OÖ keine Veranlassung für Ausnahmebewilligungen innerhalb der europäischen Schutzbestimmungen, erklärt Landesrat Max Hiegelsberger, ÖVP. Dazu müsste ein Wolf auffällig aggressiv und vor allem für Menschen gefährlich in Erscheinung treten. Es brauche klare Spielregeln für die Einhaltung der Schutzbestimmungen für den ausgestorbenen gewesenen Beutegreifer und die Sicherheit der Weide- und Almtiere, verweist er auf den seit 2012 existierenden Managementplan.

EingreiftruppeFür jenes Tier, dass zuletzt im Mühlviertel bei Bad Kreuzen einen Hahn gerissen hatte und auch wenig Scheu vor Menschen zeigte, habe man eine regionale Eingreiftruppe zusammengestellt. Jäger und Bauern beklagten die Bedrohung durch das Tier. Mit Krachern oder Gummigeschossen hätte der gar nicht scheue Lupus, der aus einem bayrischen Gehege entkommen war, verscheucht werden sollen, erklärt Gottfried Diwold von der zuständigen Landesabteilung. Doch der Ausreißer ist mittlerweile wieder aus der Region verschwunden.Generell wurden in den vergangenen zwei Jahren in Oberösterreich insgesamt 33 Hinweise auf Wölfe registriert . 2016 mussten im Mühlviertel sieben gerissene Kälber und 15 Stück Damwild im Wert von 8500 Euro noch von der Jägerschaft ersetzt werden. 2017, seitdem das Land für den Schadenersatz aufkommt, waren es sechs Schafe im Gesamtwert von 850 Euro.