Hauptbeschuldigter saß bereits wegen ähnlicher Delikte 2016 vor Gericht

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Oberösterreich
09/30/2021

30 Monate Haft: Teenager missbrauchte Nachbarskind (7)

Zehn Monate davon unbedingt. 16-Jähriger muss Therapie machen und Wohnort verlegen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Eine 16-Jähriger, der sich im Juni an einer siebenjährigen Nachbarin im Bezirk Schärding vergangen hat, ist am Mittwoch vom Landesgericht Ried rechtskräftig zu 30 Monaten Haft, zehn davon unbedingt, verurteilt worden.

Außerdem muss er eine Therapie machen und seinen Wohnort mindestens zehn Kilometer vom Opfer entfernt verlegen, bestätigte eine Gerichtssprecherin einen Bericht im Oö. Volksblatt am Donnerstag. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der Teenager hatte das Mädchen einer befreundeten Familie am 12. Juni in das Untergeschoß eines Mehrparteienhauses gelockt und sie dort missbraucht. Die jüngere Schwester des Opfers sagte dem Vater, als dieser nach Hause kam, dass die Siebenjährige mit dem Burschen im Keller sei.

Als der Vater nachschauen ging, sah er seine Tochter und den Jugendlichen, der sich gerade die Hose hochzog. Der Mann stellte den Burschen zur Rede, woraufhin es zu einer Rangelei kam. Dabei stürzte der Vater so unglücklich zu Boden, dass er bewusstlos liegen blieb, und wurde ins Spital gebracht.

Seine Tochter vertraute ihm später an, was im Keller passiert war. Der Bursche kam wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen vor Gericht.

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