Die rötliche Bereich - vornehmlich entlang der Donau - ist das von Borkenkäfer am stärkstne befallene Gebiet

© Land OÖ

Chronik Oberösterreich
05/12/2020

100.000 Festmeter Holz werden bis Ende Mai abtransportiert

Borkenkäfer und Corona-Krise führen zu tiefem Holzpreis.

von Josef Ertl

Der Borkenkäfer wütet auch heuer in den oberösterreichischen Wäldern, der warme und trockene Frühling hat die Entwicklung beschleunigt. Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger hat am Dienstag einen runden Tisch einberufen, bei dem unter anderem vereinbart wurde, dass bis Ende Mai zusätzlich 100.000 Festmeter Holz durch die Holzindustrie abtransport werden. Das entspricht etwa dem, was in den Wäldern derzeit liegt.

Weitere Maßnahmen: Die Fördermittel werden um weitere 2,5 Millionen Euro auf 23 Millionen erhöht. Für die Frühjahrsaufforstung sind bereits rund 1.000 Anträge für Aufforstungen und Pflege mit einem Förderungsvolumen von über drei Millionen Euro eingegangen. Die Holzlager, die mit Wasser besprüht werden (Naßlager), werden gefördert. Die Holzbau-Offensive wird fortgesetzt. Die Forstbehörden haben im Jahr 2019 rund 5.000 forstbehördliche Aufforderungen getätigt.

4,5 Millionen Festmeter Borkenkäferschadholz

Seit 2015 sind in Oberösterreich rund 4,5 Millionen Festmeter Borkenkäferschadholz angefallen, wovon rund die Hälfte auf den donaunahen Bereich, überwiegend davon auf das Untere Mühlviertel, entfallen. Hauptbetroffen sind viele Waldeigentümer/innen und mit kleineren Waldflächen. Auf Grund der heurigen Witterung ist eine Entspannung der Borkenkäfersituation nicht zu erwarten. Die lagernden Holzvorräte an den Waldrändern stellen ein großes Risiko dar und müssen daher schnellstmöglich abtransportiert werden. Aufgrund der großen Mengen kommt es aber aktuell zu Lieferschwierigkeiten, sodass das aufgearbeitete mit Borkenkäfern befallene Holz längere Zeit im Wald verbleibt und die gegebene Situation verschärfen kann.

Niedriger Holzpreis

„Die Corona-Krise verhindert den wichtigen Export für Schnittholz und auch die Bauindustrie hat aufgrund der wirtschaftlichen Einschränkungen weniger Holz nachgefragt. Das führt zu einem sehr niedrigen Holzpreis, der vielerorts nicht einmal mehr die Erntekosten deckt", so Agrar-Landesrat Hiegelsberger.

 

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