Neues Kommunikations- und Veranstaltungscenter in Hausmening

© Architekt Thomas Tauber

Amstetten
03/06/2021

Zweites Veranstaltungszentrum als Signal an das Umland

Flexible Vereins- und Kulturdrehscheibe „Wirkstatt“ um 5,5 Mio. Euro soll zu Jahresende zur Verfügung stehen

von Wolfgang Atzenhofer

Das neue Event-, Kultur- und Vereinszentrum soll ab Jahresende im Westen Niederösterreichs unter dem Namen „Wirkstatt“ für Aufsehen sorgen. Im Zentrum des Ortsteils Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth errichtet die Stadtgemeinde Amstetten derzeit ein zweites Veranstaltungszentrum, das neben der Johann-Pölz-Halle auch mit überregionalen Kulturereignissen bespielt wird.

50 Jahre nach der historischen Amstettener Gemeindefusion mit drei umliegenden Landgemeinden ist die derzeit auf 5,5 Millionen Euro präliminierte „Wirkstatt“ auch zu einem politischen Leuchtturm-Projekt geworden. Der im Vorjahr ins Rathaus eingezogene ÖVP-Bürgermeister Christian Haberhauer hatte nämlich die Stärkung und Aufwertung der peripheren ländlichen Ortsteile in seinem Gemeinderatswahlkampf besonders fett auf seine Fahnen geschrieben.

Mit 5.500 Einwohnern würde der heutige Ortsteil alleinstehend zu den fünf größten Gemeinden im Bezirk Amstetten gehören. Der Umbau des einstigen Hausmeninger Volksheims und Stadtsaals ist noch unter der früheren Amstettener SPÖ-Stadtregierung beschlossen worden. Doch die schwarz-grünen Nachfolger unter Haberhauer haben dem Projekt noch mehr Vorwärtsdrall verpasst. Auch kostenmäßig.

Zehn Vereine

Zehn Vereine, darunter zwei Sportorganisationen, die örtlichen Stockschützen und der Schützenverein, der Kindertheaterklub Ulk, die Streetworker und der große Blasmusikverein werden im Herbst hier einziehen. „Ich konnte letztendlich auch den Musikverein zur Übersiedelung aus dem Schloss Ulmerfeld hierher bewegen. Das Musikheim umfasst 343 Quadratmeter und ist mit einem hochmodernen akustisch gesicherten Proberaum ausgestattet“, schildert der neue Ortsvorsteher Anton Geister (ÖVP).

Um den Konzert- und Veranstaltungssaal (350 Sitzplätze) auch für Theater- und andere szenische oder musikalische Aufführungen vollwertig zu rüsten, wurde nun noch zusätzlich ein Backstagebereich (Kosten: 270.000 Euro) angebaut. Den stellten die Stadtverantwortlichen beim Lokalaugenschein des Rohbaus vor. Der Zubau soll den Transport von Requisiten von außen ermöglichen und Künstlern Garderoben und Sanitärräume bieten, so Geister.

Bürgermeister Haberhauer ist vor allem von der Vielseitigkeit der „Wirkstatt“ begeistert. Neben dem Kulturprogramm, das die Amstettener Veranstaltungsbetriebe (AVB) managen werden, stehen besonders auch Hochzeiten im Fokus. Das ebenfalls in Stadtbesitz befindliche Schloss Ulmerfeld ist bereits eine beliebte Trauungsstätte. Die „Wirkstatt“ wäre dann der ideale Ort zum Feiern und Dinieren, erklärt er. Den Vereinen wird man moderate Mieten vorschreiben, „denn es soll ein Haus der Begegnung voller Leben sein“, verspricht Geister.

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