Zillenbewerb Ardagger: Erstmals Frau an der Spitze
Brigitte Bruckner leitete als erste Frau in Niederösterreich den Zillenwettbewerb.
Brigitte Bruckner von der Freiwilligen Feuerwehr Melk hat in Ardagger (Bezirk Amstetten) Feuerwehrgeschichte geschrieben: Sie leitete als erste Frau in Niederösterreich einen Zillenbewerb. Fast 500 Teams traten am vergangenen Samstag gegeneinander an. Damit gehört der Wettbewerb zu den größten Zillenbewerben in Niederösterreich.
Donau gut befahrbar
Die Donau führte aufgrund der anhaltenden Trockenheit so wenig Wasser wie selten zuvor. Die Zillen konnten den Bewerb trotzdem gut bewältigen, wie das Bezirksfeuerwehrkommando berichtete. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war der Bewerb körperlich anspruchsvoll: Sie müssen die Zille mit Stangen und Rudern über die Donau bewegen. Im Zweierbewerb kommt es zudem auf präzise Teamarbeit an - nur wenn beide gut zusammenarbeiten, kommen sie schnell und sicher durch den Parcours, wird berichtet.
Eine Zille ist ein schmales, flaches Boot, das traditionell mit Schubstangen, den sogenannten „Stangeln“, und Rudern bewegt wird. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Zille schnellstmöglich durch einen Parcours zu manövrieren.
16. Sieg in Folge
In der Mannschaftswertung setzte sich die Feuerwehr Erla erneut durch - sie gewann den Bewerb zum 16. Mal in Folge. Zeillern belegte den zweiten Platz, Stephanshart wurde Dritter. Auch in den Einzelbewerben lagen die Erlaer Feuerwehrleute vorne.
Bei dem Wettbewerb muss ein Parcour auf dem Wasser bewältigt werden.
Beim Zillenbewerb geht es nicht nur um sportlichen Ehrgeiz. Die Zille ist auch ein wichtiges Einsatzmittel der Feuerwehren. Bei Hochwasser kann sie das erste und manchmal einzige Fahrzeug sein, mit dem Einsatzkräfte Menschen und Tiere erreichen und retten können, berichtet das Bezirksfeuerwehrkommando. Der Bewerb trainiert damit Fähigkeiten, die im Ernstfall entscheidend sein können: Kraft, Erfahrung, Geschick und die Zusammenarbeit im Team.
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