Wohnhaus bei Brand zerstört: Bewohnerin und Hunde benötigen Hilfe

Das Gebäude im Bezirk Wiener Neustadt brannte bis auf die Grundmauern nieder. Ein Hund kam bei dem Feuer ums Leben.
Das Feuer zerstörte das Einfamilienhaus in Lanzenkirchen.

Mit einem Schlag hat eine Frau ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Ein verheerender Brand hat am vergangenen Freitag, wie berichtet, ein Einfamilienhaus in Kleinwolkersdorf im Gemeindegebiet von Lanzenkirchen in Schutt und Asche gelegt. Die Bewohnerin - eine fünffache Mutter erwachsener Kinder - hat seit dem Großbrand kein Dach mehr über dem Kopf.

Hund starb

Eine Hilfsinitiative aus dem Ort ist nun bemüht, der Betroffenen zu helfen. Nicht nur finanziell ist der Schaden groß. Die Frau und ihre Hunde benötigen dringend eine Unterkunft. Das Einfamilienhaus brannte bis auf die Grundmauern ab und ist nicht mehr bewohnbar. Einer der Hunde kam vermutlich durch die Rauchgase ums Leben.

Der Einsatz der Feuerwehr dauerte bis in die Nachtstunden.

Der Einsatz der Feuerwehr dauerte bis in die Nachtstunden.

Gelagerte Möbel 

Das Feuer war Freitagnachmittag im Wohnbereich ausgebrochen. Weil in dem Gebäude viele Holzmöbel gelagert waren, griffen die Flammen rasend schnell um sich. "Es gab eine enorme Brandlast", heißt es vonseiten der Feuerwehr. Ausgerufen wurde mit B3 die zweithöchste Alarmstufe bei Brandeinsätzen.

Sieben Feuerwehren mit mehr als 100 Einsatzkräften hatten acht Stunden lang bis in die Nacht zu kämpfen, das Feuer in den Griff zu bekommen und schließlich "Brand aus" zu geben. Erst gegen 22 Uhr war der Einsatz beendet.

Der Bürgermeister von Lanzenkirchen, Bernhard Karnthaler, war bereits während des Löscheinsatzes vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. "Es war ein professionelles Zusammenspiel, das zeigt, wie verlässlich unsere Einsatzorganisationen funktionieren. Der besondere Dank gilt all jenen, die sich in ihrer Freizeit für das Allgemeinwohl einsetzen. Dieses Engagement ist ein wesentlicher Pfeiler unserer Gemeinschaft", so Karnthaler.

Bürgermeister Bernhard Karnthaler beim Löscheinsatz in Lanzenkirchen

Bürgermeister Bernhard Karnthaler beim Löscheinsatz in Lanzenkirchen

Brandermittlung abgeschlossen

Nun gelte es, der betroffenen Frau rasch zu helfen, heißt es vonseiten der Gemeinde. Über den Sozialfonds der Gemeinde konnte bereits am Wochenende Geld für nötige Anschaffungen übergeben werden.

Wie Karnthaler erklärt, wird gerade versucht, eine passende Ersatzwohnung für die Bewohnerin zu finden. Auch ihre Hunde müssen wo untergebracht und versorgt werden. Der Zusammenhalt in der Gemeinde sei groß. Es hat sich bereits eine Initiative gegründet, die unbürokratisch unterstützen und helfen will.

Die Ermittlungen zur Brandursache haben ergeben, dass das Feuer vermutlich auf einen elektrischen Defekt zurückzuführen ist. "Fremdverschulden kann man ausschließen", heißt es beim NÖ Landeskriminalamt.

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