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Sicher am Arbeitsplatz: WKNÖ stellt 1 Million Euro zu Verfügung

Die WKNÖ übernimmt die Kosten für bis zu 20 Stunden Beratung zu Sicherheit und Gesundheitsschutz.
Schweißer arbeitet in einer Metallwerkstatt.

In der Firma Kranawetter & Heiß in St. Pölten fliegen die Funken. Es wird geschweißt, der Geruch von Metall liegt in der Luft, dazu surren verschiedenste Maschinen.

„Es ist gut zu sehen, wie hier Wirtschaft gelebt wird“, sagt Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ). Unternehmen wie Kranawetter & Heiß würden Arbeitsplätze sichern und zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. Dabei spiele auch der Arbeitnehmerschutz eine zentrale Rolle.

Er soll die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten gewährleisten. Je nach Größe des Unternehmens sind Betriebe verpflichtet, Verantwortliche für Erste Hilfe, Brandschutz und Arbeitssicherheit zu benennen. Auch Themen wie Explosions- und Lärmschutz sowie die persönliche Schutzausrüstung gehören dazu. Welche Maßnahmen im Einzelfall vorgeschrieben sind, ist jedoch oft nicht leicht zu überblicken.

Normenwirrwarr

„Für Unternehmen ist das schwierig, sich in diesem Normenwirrwarr zurecht zu finden“, sagt Vanessa Wechdorn, Geschäftsführerin von Kranawetter & Heiß. Hinzu komme, dass sich gesetzliche Vorgaben laufend ändern. Die WKNÖ möchte vor allem kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen und bietet deshalb eine geförderte Beratung zum Arbeitnehmerschutz an. Dafür stellt sie insgesamt eine Million Euro zur Verfügung.

„Unser Ziel ist ein möglichst niederschwelliges Angebot. Wir fördern darum Beratungen mit bis zu 20 Stunden“, so Ecker. Für das Unternehmen würden dafür keine zusätzliche Kosten entstehen. Die Beratung umfasst unter anderem Arbeitsplatzevaluierungen, Maschinensicherheit und den Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen

Eine Frau und ein Mann in einer metallverarbeitenden Firma.

Vanessa Wechdorn, Geschäftsführerin von Kranawetter & Heiß, und Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich bei der Firmenbesichtigung.

Arbeitnehmerschutz überall

„Für uns war die Beratung eine gute externe Hilfe. Bei einem Rundgang wurden gleich Verbesserungsmöglichkeiten vorgeschlagen, die dann auch umgesetzt wurden“, so Wechdorn. Doch nicht nur für metallverarbeitende Betriebe würde sich die Beratung auszahlen, so Ecker. 

„Zum Beispiel bei Floristen konnten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf den Schnittblumen festgestellt werden, da benötigen sie andere persönliche Schutzmaßnahmen“, erzählt der Präsident der WKNÖ. 

Währenddessen wird bei Kranawetter & Heiß weitergearbeitet. Die 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schweißen, biegen und formen Metall zu Geländern, Toren und anderen Konstruktionen – begleitet vom Funkenflug in der Werkshalle.

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