Neues Wildökoland in der Stadt Amstetten wird aus EU-Topf gespeist

Über 400 Sträucher und Bäume mithilfe des EU-Klimaprojekts Arcadia ausgepflanzt. Erholungsraum für Tiere und Menschen. Amstetten ist Modellregion.
Pflanzaktion mit der Jägerschaft

Als erfreuliche Bereicherung zeigt sich das EU-Projekt Arcadia für die Stadtgemeinde Amstetten. Im Vorjahr als Modellregion in das bis 2028 laufende Projekt aufgenommen, konnten die Amstettner mit weiteren Partnerorganisationen nun zusätzliches Wildökoland mit Bäumen und Sträuchern bepflanzen. Erfreulicher Background dabei ist die gute Förderung, mit der das Projekt gestützt wurde.

Gemeinsam mit dem NÖ Jagdverband, der Agrarbezirksbehörde des Landes Niederösterreich und der EVN wurden im Zuge von Arcadia an fünf Standorten 60 Bäume und 310 Heckensträucher neu gepflanzt. Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit Grundbesitzern, Jägern und den zuständigen Jagdleitern. Gefördert werden 100 Prozent der Beratung und Planung sowie 80 Prozent der Pflanzgutkosten.

„Durch die gute Zusammenarbeit von Jagd, Landwirtschaft, Land und Gemeinde wird die Lebensqualität von Mensch und Tier nachhaltig gesteigert“, freut sich Vizebürgermeister Markus Brandstetter (ÖVP) über das Projekt.

Mit einem der größten Schwammstadtprojekte Österreichs, das im Zentrum große Regenmengen speichert und in Trockenzeiten an die Bäume in der City abgibt, hat die Mostviertelstadt für Aufsehen gesorgt. Zuletzt wurde die Citybus-Flotte mit sieben Großraumbussen auf E-Fahrzeuge umgestellt.

Für die Wildöko-Flächen wurde gezielt Erholungs- und Freizeitflächen ausgewählt. So setzte man die Pflanzen bei der Fußballwiese („Gelsenstadion“) in Dingfurt, in der Naherholungszone Waldheim, beim Outdoor-Klassenzimmer Ulmerfeld, entlang des viel genutzten Ybbsbegleitwegs und in der Südhangsiedlung gesetzt.

Heimisches Gehölz

„Verwendet wurden heimische, den örtlichen Gegebenheiten angepasste Sträucher und Bäume“, berichtet Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder. Mit den Baum- und Strauchinseln schaffe man neue wertvolle Rückzugsräume für viele Tier-, aber auch Pflanzenarten, ist sie überzeugt.

Im „EU-Horizon-Projekt Arcadia“ soll die Stadtgemeinde Amstetten Erkenntnisse für naturbasierte Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel beitragen.

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