Wahlkampftöne im Volksfestzelt: FPÖ will in NÖ Erster werden
LH-Vize und FPÖ-Landesparteichef Landbauer ließ sich in Wieselburg feiern.
Volksfest, Hitze, Bierzelt und raue politische Attacken heizten die Stimmung beim „Blauen Donnerstag“ der FPÖ Niederösterreich in Wieselburg auf. Eineinhalb Jahre vor der nächsten Landtagswahl, Anfang 2028, sorgten die Redner aus der Parteispitze für reinste Wahlkampfstimmung. Dabei wurde auch das Ziel, in NÖ mit Udo Landbauer bald den Landeshauptmann zu stellen, bekundet.
Der blaue NÖ-Klubmann Reinhard Teufel und der Generalsekretär der Bundes-FPÖ Michael Schnedlitz schworen die große Sympathisantenschar auf Hauptredner Landbauer ein. Laut Veranstalter sollen rund 1.200 Leute gekommen sein.
FPÖ-Anhänger im Bierzelt.
Die Stunde der Ehrlichkeit, der Wahrheit und der Abrechnung sei gekommen, erinnerte Teufel daran, dass die FPÖ und „Volkskanzler“ Kickl nach der Nationalratswahl noch einmal verhindert worden waren. „Die Eliten, die Günstlinge, die Systemlinge, die Dilettanten gehören ersetzt und nicht die Wähler und die Österreicher mit immer noch mehr Asylanten. Und wir – und nur wir – werden die bestimmende Kraft sein“, donnerte Teufel ins Bierzelt.
Führungsanspruch im Bund und Land
Das Haus Österreich müsse von Grund auf saniert werden, das könne nur die FPÖ mit dem „Volkskanzler“ und „in Niederösterreich mit Udo Landbauer, dem Landeshauptmann für das Volk“, wird Schnedlitz in einer Aussendung der FP-Niederösterreich zitiert. Wichtig sei, dass die FPÖ beim nächsten Wahlgang, wie im Bund, auch in NÖ die klare Nummer 1 werde, das sei das Ziel.
Landbauer huldigte dann Kickl als rot-weiß-roten Hoffnungsträger für Österreich. In NÖ habe die FPÖ schon das Fundament für ein neues und besseres NÖ gelegt. Familien gehören geschützt, Arbeitsplätze gesichert und Traditionen bewahrt, so Landbauer.
Integration als Bringschuld
Neben dem „Coronaregime“ sei die Massenzuwanderung der größte politische Fehler im letzten Jahrzehnt gewesen. In NÖ sei Integration aber nun eine unverhandelbare Bringschuld und Pflicht.
Man wolle keine Wiener Zustände, den Asylwerbern habe man den Geldhahn abgedreht. Landbauer pochte auf das Recht auf Sicherheit der eigenen Bevölkerung sowie auf die Sicherung von Arbeitsplätzen und Belohnung von Leistung. „Schluss mit dem Runterwirtschaften“, forderte er. NÖ brauche günstige Energie, egal, ob das Gas aus Russland komme oder „ob wir es selbst aus der Erde holen“.
Bestes Bundesland
Am Schluss trommelte der blaue LH-Vize bereits für die nächste NÖ-Wahl. Man wolle ein NÖ schaffen, in dem es den Menschen besser gehe als in allen anderen Bundesländern.
Das Erreichen des zweiten Platzes bei der letzten Landtagswahl sei der erste Schritt gewesen, jetzt müsse der nächste folgen, appellierte er an die große freiheitliche Familie. „Ihr alle seid der Motor, und wenn wir alle jetzt noch einen Gang höher schalten, kann uns nichts mehr stoppen, dann ist in NÖ alles möglich“, so Landbauer. Dann wurde gejubelt.
ÖVP lässt sich nicht provozieren
Mit Gelassenheit reagiert die VPNÖ. Landesgeschäftsführer Matthias Zauner: "Die Landesregierung unter der Führung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner arbeitet konsequent. Das ist es, was die Landsleute von uns erwarten. Keine ständigen Streitereien, wie auf Bundesebene, sondern Ergebnisse zählen und die liefern wir gemeinsam ab."
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