Symbolbild 

┬ę Kurier/Jeff Mangione

Chronik Nieder├Âsterreich
04/29/2021

Wiener Neustadt sparte 20 Millionen Euro beim Personal ein

Sparkurs wegen hoher Verschuldung traf die 1.000 Mitarbeiter. Nun liegt der Kontrollamtsbericht vor

von Patrick Wammerl

Es war ein Aufschrei unter den mehr als 1.000 Magistratsbediensteten, als mit dem Regierungswechsel 2015 auch ein strenger Sparkurs eingeschlagen wurde. Wegen der enorm hohen Verschuldung der Stadt, kam es laut B├╝rgermeister Klaus Schneeberger (├ľVP) zum ÔÇ×gr├Â├čten kommunalen Sanierungsprogramm der Zweiten RepublikÔÇť.

Rotstift

Der Rotstift traf vor allem auch das Personal. Es gab Einschnitte bei den freiwilligen Gehaltszulagen, Mehrdienstleistungen wurden um 30 Prozent gek├╝rzt und ├ťberstunden nur noch mit Zeitausgleich abgegolten. Nun liegt der Kontrollamtsbericht ├╝ber die einschneidenden Ma├čnahmen vor. Die Pr├╝fer haben die Personalkosten-Entwicklung des Magistrats und der Tochtergesellschaften von 2013 bis 2019 durchleuchtet. Die Budgetkonsolidierung ab 2015 hat sich in f├╝nf Jahren mit rund 20 Millionen Euro Einsparung bei den Personalkosten niedergeschlagen. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich ohne K├╝ndigungen von 1.169 im Jahr 2013 auf derzeit 1.012 reduziert. ÔÇ×Nur durch den nat├╝rlichen AbgangÔÇť, hei├čt es dazu im Rathaus.

Laut Schneeberger war der Personalbereich ab 2015 mit Sicherheit eines der heikelsten Themen des Sparprogrammes, ÔÇ×weil es hier darum ging, die Servicequalit├Ąt des Magistrats zu erh├Âhen, die Mitarbeiter nicht zu ├╝berfordern und gleichzeitig aber wichtige Einsparungen zu erzielen.ÔÇť

Stopp f├╝r Gehaltszulagen

2013 betrugen die Personalkosten noch 51,14 Millionen Euro, 2019 waren es 48,79 Millionen Euro. Durch das Aussetzen der Gehaltszulagen wurden beispielsweise von 2016 bis 2019 2,14 Millionen Euro eingespart, durch das Streichen der Mehrdienstleistungen 2,46 Millionen Euro. Mit der Abgabe des Stadtheims sparte man drei Millionen Euro beim Personal.

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