Wien braucht mehr Wasser: EVN versorgt acht Umland-Gemeinden
Trinkwasser der Umlandgemeinden kommt vorübergehend von der EVN.
Brand-Laaben, Gablitz, Mauerbach, Neustift-Innermanzing, Purkersdorf, Pressbaum, Tullnerbach und Wolfsgraben – diese Gemeinden im Wiener Umland beziehen seit Jahren Wiener Hochquellwasser.
Aufgrund der aktuell sehr hohen Verbräuche in Wien – im Schnitt werden dort täglich 400.000 Kubikmeter benötigt, derzeit sind es fast 600.000 – musste die Versorgung nun auf EVN-Wasser umgestellt werden. „Ein Teil wird noch von Wien bezogen“, informiert EVN-Pressesprecher Stefan Zach.
Wie lange die genannten Umlandgemeinden von der EVN versorgt werden, hängt von den Entwicklungen in den kommenden Tagen ab. „Die Versorgung ist jedenfalls gesichert, auch wenn die aktuelle Versorgungsvariante noch einige Zeit so bleibt“, sagt Zach.
Große Anzahl an Wasserspendern
Die betroffenen Gemeinden werden jetzt mit Wässern aus verschiedenen Brunnenfeldern der EVN Wasser versorgt. Dank des vernetzten Versorgungssystems könne die EVN Wasser auf eine große Anzahl an Wasserspendern zur Versorgung der Region zurückgreifen, zum Beispiel Palt, Gemeinlebarn, Pottenbrunn, Böheimkirchen und Königstetten.
Qualität „top“, Abrechnung wie bisher
„Die Wasserverbräuche in den Sommermonaten liegen naturgemäß deutlich über jenen der kälteren Jahreszeiten. Die Verbräuche in unserem Versorgungsbereich sind aktuell am oberen Ende der Bandbreite, aber für die aktuelle Jahreszeit nicht untypisch“, weiß Zach.
Die Qualität des EVN-Wassers sei jedenfalls „top“, aufgrund eingesetzter Naturfilteranlagen sei das Wasser sehr weich, ein Unterschied zum Wiener Hochquellwasser kaum merkbar. Auch auf der Wasserabrechnung werden die betroffenen Gemeindebürger nichts merken: Alles bleibt wie bisher.
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