Gerhard Vock ist Staats- und Weltmeister im Schneepflugfahren und konnte seinen Titel bei der Heimmeisterschaft erfolgreich verteidigen.

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Chronik Niederösterreich
11/01/2019

Weinviertler ist unbestrittener Schneepflug-Kaiser

Gerhard Vock verteidigte erfolgreich seinen Staatsmeistertitel im Schneepflugfahren in Tulln.

von Caroline Ferstl

Welcher kleine Junge staunt da nicht, wenn ein riesiger Schneepflug auf der Straße vorbeifährt und der Schnee nur so zur Seite schießt. Die jährlichen Schneepflugmeisterschaften finden zwar ohne Schnee statt, sind aber dennoch nicht minder spektakulär.

Da gilt es nämlich, das mehrere Tonnen schwere Gefährt geschickt und schnellstmöglich durch einen Parcours zu fahren, kein Hindernis niederzureißen und Gegenstände zentimetergenau zu verschieben. Eine ruhige Hand, Präzision und das richtige Gefühl für Geschwindigkeit sind gefragt.

„Das Schwierigste daran ist, dass man das alles nicht wirklich üben kann. Das ist einfach eine Gefühlssache“, meint Gerhard Vock aus Hohenruppersdorf (Bezirk Gänserndorf) von der Straßenmeisterei Wolkersdorf. Er muss es wissen, schließlich ist er der amtierende Staats- und Weltmeister im Schneepflugfahren.

Nächster Halt: EM 2020

Bei der Österreich-Meisterschaft, die vor Kurzem in Tulln stattfand, konnte Vock seinen Titel erfolgreich gegen 39 andere Bewerber verteidigen. Die besten zwölf Teilnehmer des zweitägigen Bewerbs qualifizierten sich für das Finale. Vock darf als Sieger des Bewerbs mit den anderen besten drei bei der Europameisterschaft starten, die im Oktober 2020 in Melk stattfinden wird. „Erster werden, das ist der Plan für die EM“, gibt sich Vock selbstbewusst.

Im Vorjahr sicherte sich der 43-Jährige in Polen den Titel als Schneepflug-Weltmeister. Zum ersten Mal teilgenommen an der Landesausscheidung hat Vock vor rund zwei Jahren, mehr unfreiwillig als gewollt: „Bei uns in der Firma wurde jemand gesucht, der das macht. Da fiel die Wahl auf mich. Ich dachte mir, warum nicht, ich habe nichts zu verlieren.“

Von Familie, Freunden, Kollegen und Bekannten bekommt er positives Feedback zu seiner Leidenschaft, auch wenn es für den Sieger nur Ruhm und Ehre gibt: „Der Spaß an der Sache macht’s aus“, so Vock. Gleichzeitig ist die Meisterschaft ein gutes Training für den Ernstfall im Winter.

Wenn Vock übrigens nicht im Schneepflug sitzt, steht er am liebsten auf zwei Brettern auf der Piste beim Skifahren. Die Freude am Schnee überwiegt auch in der Freizeit.

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