Chronik | Niederösterreich
29.06.2018

Weinviertler Festspiele: "Ein Festival, das verbindet"

Festpiel-Intendant und Opernsänger Peter Svensson über die Idee hinter dem neuen Event im Weinviertel.

Der Opernsänger und Tenor Peter Svensson verfolgt schon seit einigen Jahren die Idee eines eigenen Festivals im Weinviertel. Denn er selbst verbindet sehr viel mit dieser Region: „Ich habe viele Jahre meines Lebens dort verbracht und komme auch immer wieder gerne zurück.“

Svensson lebt aktuell im tschechischen Brünn. Da er viel unterwegs ist, fährt er immer wieder mit dem Auto durch das Weinviertel. Darum wollte er seinen Beruf nun mit seiner Herzensheimat kombinieren. „Ich will die Vielfalt des Weinviertels mit der Musik verbinden. Die Leute sollen sehen, dass es mehr gibt, was sie verbindet als trennt. Der europäische Gedanke spielt da eine große Rolle“, erklärt Svensson. Doch der Start des neuen Festivals blieb von Problemen nicht verschont.

Schauplatzwechsel

Zunächst hätten die Festspiele dem deutschen Komponisten Richard Wagner gewidmet werden und in Falkenstein bei Poysdorf, im Bezirk Mistelbach, stattfinden sollen. Aufgrund von behördlichen Problemen folgte im Juni der Umzug zu einem anderen Festspielort. Gespielt wird von 20. Juli bis 19. August am Heldenberg im Bezirk Hollabrunn.

Und diese Spielstätte wird wohl bleiben, wie Svensson erklärt: „Zusätzlich wollen wir im nächsten Jahr aber einen neuen Versuch in Falkenstein wagen und dann zwei Spielorte verbinden.“ Falkenstein soll sich auf Wagner konzentrieren, während am Heldenberg ein ähnliches Programm wie in diesem Jahr gespielt wird.

Das große Highlight im ersten Festspieljahr ist die Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Die beiden Hauptdarsteller Laszlo Maleczky und Kethy Tavardi-Davis werden ihre Hauptrollen zum ersten Mal in ihrem Leben singen. „Es ist ein besonderes Gefühl, aber wir freuen uns auf die neue Herausforderung“, sind sie sich einig.

Auf die Frage, ob sie von den Problemen rund um den Festspielstart beeinträchtigt sind, schütteln beide den Kopf. Denn sie vertrauen Svensson und der Intendant tut selbiges: „Natürlich ist etwas Neues immer ein Risiko. Aber ich weiß, dass es klappen wird."

 

Das gesammte Fernsehinterview aus der Serie "Warum eigentlich?" sehen Sie hier: