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Neues Klinikum im Hochwassergebiet? Grüne fordern Aufklärung

Nach der Entscheidung für die „Alte Au“ in Stockerau stehen Sicherheitsfragen im Raum. Die Grünen verlangen Einblick in alle Gutachten.
Ein Mann im grauen Anzug steht auf einer sonnigen Straße vor grünen Bäumen und einem Gebäude im Hintergrund.

Nach der Präsentation der Standort-Evaluierung für das geplante Schwerpunktklinikum im Weinviertel verlangen die Grünen umfassende Aufklärung. Landtagsabgeordneter Georg Ecker hat dazu ein Auskunftsersuchen nach dem neuen Informationsfreiheitsgesetz an die Landesregierung gerichtet.

Gefahr durch Hochwasser?

Im April 2026 war eine Studie präsentiert worden, die eine Zusammenlegung der Kliniken in Hollabrunn, Korneuburg und Stockerau empfiehlt. Als neuer Standort wird das Gebiet „Alte Au“ in Stockerau vorgeschlagen. Aus Sicht der Grünen bleiben jedoch zentrale Fragen offen – etwa zur Hochwassersicherheit sowie zu den Vor- und Nachteilen gegenüber anderen geprüften Standorten.

Ecker fordert daher die vollständige Offenlegung der Entscheidungsgrundlagen. „Bei einem Projekt in Milliardenhöhe muss Transparenz oberstes Gebot sein“, so der Abgeordnete. Es brauche nachvollziehbare Daten sowohl für die Bevölkerung als auch für politische Entscheidungsträger.

Konkret verlangt die Anfrage unter anderem Einblick in die vollständige Nutzwertanalyse aller untersuchten Standorte, die zugrunde liegenden Kostenschätzungen sowie Berechnungen zu volkswirtschaftlichen Auswirkungen. Auch die Bedarfsplanung – etwa die angenommene Kapazität von rund 690 Betten – soll offengelegt werden.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Sicherheit des geplanten Standorts. Teile des Areals standen beim Hochwasser 2024 unter Wasser. Die Grünen wollen daher wissen, wie diese Risiken in die Bewertung eingeflossen sind und wie die Erreichbarkeit – etwa im Bereich der Autobahnanbindung – sichergestellt werden soll.

Zudem fordern sie Klarheit über die Zukunft der bestehenden Klinikstandorte in Hollabrunn, Korneuburg und Stockerau, um Leerstände zu vermeiden.

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