Bestürzung nach tragischem Unfalltod von Heurigenwirt

In diesem Auto kam Hermann Dorner am Sonntag ums Leben
In der Nacht auf Sonntag ist Hermann Dorner mit seinem Auto abgestürzt. Er hinterlässt eine Frau, vier Kinder, neun Enkel und zwei Urenkel.

Er hat schon seinen 75. Geburtstag nächstes Jahr geplant“ , erzählt Franz Strohmayer, ein langjähriger Freund und Wegbegleiter von Hermann Dorner. Dorner, Land- und Forstwirt, sowie Betreiber des gleichnamigen Mostheurigens in Weinburg (Bezirk St. Pölten-Land), ist – wie berichtet – in der Nacht auf Sonntag bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Wie so oft brach der 74-Jährige auch vergangenen Freitag mit einem Gast zu einem Jagdausflug nach Kössen in Tirol auf. Am Sonntag um 1.30 Uhr geschah dann das Unglück. Dorner wollte mit seinem Auto von der sogenannten „Straubingerhütte“ zu jener Alm fahren, in der er mit seinem Jagdgast übernachtete. Aus bisher unbekannter Ursache kam der Heurigenwirt von einem Schotterweg ab – der Wagen stürzte über steiles, felsiges Gelände 150 Meter in die Tiefe. Hermann Dorner war auf der Stelle tot. Sein 38-jähriger Beifahrer wurde schwer verletzt, er konnte sich aber noch selbst in die nahe gelegene Almhütte schleppen.

In Weinburg, der Heimatgemeinde des beliebten Heurigenwirten, ist die Bestürzung groß. „Er war mein bester Freund. Wir sind jeden Sonntag nebeneinander in der Kirche gesessen“, erzählt Franz Strohmayer. „Man wird keinen Menschen finden, der ein böses Wort über den Hermann verliert.“ Tief betroffen ist auch Karl Ichner, ein Jagdfreund Dorners aus Weinburg: „Mit äußerster Gewissenhaftigkeit hat er seinem Sohn im Betrieb geholfen. Erst wenn das erledigt war, ist er zur Jagd aufgebrochen“, sagt er. „Seine Jagd in Tirol wollte er so lange behalte, bis sein Enkerl die Jagdprüfung geschafft und seine erste Gams geschossen hat“, erzählt Ichner. Das Enkerl hat heuer die Prüfung geschafft. Am Freitag findet das Begräbnis für Hermann Dorner statt. Genau an diesem Tag hat seine Witwe ihren 69. Geburtstag.

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