© Sophie Seeböck

Chronik Niederösterreich
10/04/2021

Wanderausstellung rückt Brustkrebs in den Fokus

Zwölf Frauen erzählen ihre Geschichte und zeigen ihre Kraftplätze in Niederösterreich.

von Sophie Seeböck

Claudia Altmann-Pospischek stand mitten im Leben als sie mit 38 Jahren die Diagnose „metastasierender Brustkrebs“ erhielt. „Anfangs gab man mir zwei Jahre. Mittlerweile bin ich sehr dankbar, schon acht Jahre mit dieser Krankheit leben zu dürfen.“

Ihr Leben mit dem Krebs teilt sie als Bloggerin und wirkt als Brustkrebsaktivistin und Patientenvertreterin. „Das Leben mit Krebs gleicht einer Achterbahnfahrt mit zahlreichen Ups und Downs. Es ist wichtig, im Alltag mit der Krankheit nicht die Balance zu verlieren und immer wieder Kraft zu tanken“, so Altmann-Pospischek im Rahmen eines Pressegesprächs am Freitag in St. Pölten anlässlich des Weltbrustkrebstages.

Kraftplätze im Land

Ihren persönlichen Kraftplatz teilt die Aktivistin nun ebenso wie zwölf auch von Brustkrebs betroffene Niederösterreicherinnen im Rahmen der Ausstellung „Krebs und Kraft“.

Claudia Altmann-Pospischek bei ihrem Kraftplatz am Achtersee in Wiener Neustadt.

Regina Bauer, Blockheide in Gmünd

Patricia Katsulis, "Der Grieche" in Korneuburg

Karin Komatz, Volksbühne Waidhofen an der Ybbs

Gerlinde Kern, Wichtelhaus in Neufurth

„Wir wollen damit das Bewusstsein schärfen, dass eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt“, so Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ), die das Projekt initiierte. „In Niederösterreich trifft dieses Schicksal etwa 1.000 Frauen pro Jahr.“

Früherkennung

Wird der Krebs früh erkannt, gibt es aber durchaus gute Heilungschancen. Um den Krebs schon frühzeitig aufzuspüren, werden Frauen zwischen 45 und 69 Jahren durch das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm alle zwei Jahre automatisch daran erinnert, eine Mammografie durchführen zu lassen.

„Leider nehmen nur rund 40 Prozent der Eingeladenen diese Möglichkeit in Anspruch. Da ist noch Luft nach oben“, weist Königsberger-Ludwig darauf hin, dass Vorsorge Leben retten kann.

Ausstellungeröffnung in Krems

Um diesen Gedanken auch in die Öffentlichkeit zu tragen wird die Ausstellung an fünf stark frequentierten Orten in Niederösterreich zu sehen sein, so beispielsweise ab 9. Oktober im Kremser Bühlcenter.

Ein weiterer Stopp der Wanderausstellung ist für November im Arbeitnehmerzentrum der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) in St. Pölten geplant. „Es ist mir als Arbeitnehmervertreterin und als Frau ein großes Anliegen, dass wir diese einmalige Bilderschau unterstützen“, so Gerda Schilcher, Vizepräsidentin der AKNÖ dazu.

Mehrfachbelastung Krebs

„Viele der Betroffenen stehen Mitten im Leben. Zu gesundheitlichen, gesellen sich durch Jobverluste oft auch finanzielle Sorgen“, weiß Schilcher. Hilfe gibt es in diesen Situationen durch die arbeits- und sozialrechtliche Beratung der AK oder aber auch durch die Krebshilfe NÖ.

„40 Prozent unserer Klientinnen sind Brustkrebs-Patientinnen“, erzählt Krebshilfe-Geschäftsführerin Sybille Rasinger. „Wir helfen ihnen hier durch psychoonkologische Begleitung Halt zu finden, Kraft zu tanken und ein Stück Lebensqualität trotz Krankheit zu erkennen.“

Die Stopps

  • 9. Okt. bis 16. Okt., Bühl-Center in Krems
  • 25. Okt. bis 2. Nov., Merkur-City in Wr. Neustadt
  • 4. Nov. bis 19. Nov., ArbeitnehmerInnenzentrum der AKNÖ in St. Pölten
  • 20. Nov. bis 1. Dez., City Center Amstetten
  • 10. Jän. bis 24. Jän., Ge Einkaufszentrum in Gerasdorf
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