© Aigner

Chronik Niederösterreich
02/29/2020

Waldviertlerin erkrankt: Promis leihen ihr Stimme

Nora Aigner leidet an der seltenen Krankheit "Eagle Syndrom". Berühmte Persönlichkeiten verschaffen ihr nun Gehör.

von Teresa Sturm

Vergangenene Woche hat sie noch am Opernball eingetanzt, um für den Verein "Pro Rare" auf seltene Krankheiten aufmerksam zu machen. Nun präsentiert Nora Aigner eine ganz besondere Art des Hilfeaufrufs: Das Video #VoiceforNora.

Die 25-Jährige ist vor fünf Jahren selbst an einer seltenen Krankheit erkrankt. Durch das "Eagle-Syndrom" kann sie nur an wenigen Tagen und nur unter Schmerzen sprechen. So leidet sie auch immer wieder unter Entzündungen. Eine Behandlungsmethode, die sie heilt, hat die Waldviertlerin aber noch nicht gefunden. Daher hat sie sich nun Hilfe geholt.

Da sie momentan ihre Stimme nicht nutzen kann, hat Aigner berühmte Persönlichkeiten in Österreich und Deutschland gebeten ihr für ein Video die Stimme zu leihen. Darin erzählt sie ihre Geschichte und macht auf die Probleme von Menschen aufmerksam, die ebenso an seltenen Krankheiten leiden. Sie selbst hofft durch den Aufruf neue Therapien zu finden, mit denen ihre intraoralen Narben geheilt werden können.

"Viel Überwindung"

"Die Promis hab ich einfach in einer frühen Morgenstunde, als ich nicht schlafen konnte, angeschrieben", schreibt Aigner. "Es hat mich mega Überwindung gekostet, weil es mir anfangs irgendwie unangenehm war, andere, so bekannte Personen, meine (blöde) Geschichte erzählen zu lassen, und ich wusste auch nicht, ob ich mit Antworten rechnen durfte, aber als dann plötzlich die ersten Zusagen kamen, hat mir das so viel Zuversicht gegeben."

Und geantwortet haben viele: Christina Stürmer, Thomas Brezina, das Magier-Duo Amelie van Tass und Thommy Ten, Ursula Strauss, Julian Le Play, Norbert Schneiderm, Ina Regen und viele mehr sind Teil des Videos. Auch auf ihrem Instagram-Account postet Aigner und schreibt viel über Leben mit der Krankheit.

Dass so viele bei dem Video mitgeholfen haben - auch Aigners Familie, Freundinnen und Freunde - freut die 25-Jährige sehr: "Es ist ein großes Solidaritäts-Projekt geworden und das hat mich zwar viel Mühe gekostet, aber sehr viel Hoffnung zurückgeschenkt, jetzt hoffe ich, dass es die richtigen Menschen erreicht und ich Therapieansätze finde."

Dass das Youtube-Video heute veröffentlich worden ist, ist übrigens kein Zufall: Der 29. Februar ist der "International Rare Disease Day". Er soll an die Menschen erinnern, die gegen seltene Krankheiten kämpfen.