Formel Z

© JüRGEN ZAHRL/Jürgen Zahrl

Verein
08/24/2013

„Formel Z“ macht Schule

Erste Firmen melden sich, die an Staudingers Kinder-Rennserie teilnehmen wollen

von Jürgen Zahrl

Der KURIER-Bericht über einen neuen „Steuertrick“ von Heini Staudinger hat ein Riesenecho ausgelöst. Der Waldviertler Schuhrebell plant, Kinder in einer eigenen Rennserie „Formel Z“ (Z wie Zukunft) auf Tretrollern und Fahrrädern starten zu lassen, um ihren alleinerziehenden Müttern via Förderverein einen höheren Gehaltszuschuss auszahlen zu können.

Während er von einigen als „Steuerhinterzieher“ beschimpft wird, sehen ihn viele als „Helden“. Andere Firmen haben ebenso schon zugesagt, ein eigenes „Formel Z“-Team ins Rennen zu schicken. Auch das Finanzministerium hat den KURIER-Bericht mit großem Interesse gelesen, hält sich aber mit einer Beurteilung der Idee zurück.

Investition

Wie berichtet, will Staudinger 30.000 Euro jährlich investieren, um alleinerziehenden Mitarbeiterinnen einen Zuschuss zahlen zu können. Damit ihnen mehr Geld im Börsel bleibt, will er die Summe mithilfe eines Fördervereins an der Finanz vorbeischleusen. Jedes Kind soll zirka 1000 Euro pro Jahr als eigene Gage steuerfrei für das Antreten in der „Formel Z“ bekommen. Um die Summe in seiner Firma absetzen zu können, müsse aber ein deutlicher Werbewert erkennbar sein, den Staudinger organisieren will: „Wir machen aus der Formel Z keine betriebsinterne Veranstaltung, sondern ein großes Fest für alle.“

Einige Firmen sind schon jetzt bereit, an der Rennserie teilzunehmen. Hans Hammerschmid, Entwickler von Elektro-Zweirädern aus OÖ, will den Rennstall „Biiista“ starten lassen. Johannes Gutmann, Chef der Bio-Kräuterfirma „Sonnentor“, ist ebenfalls Feuer und Flamme für die Idee: „Wir beteiligen uns, entweder mit einem Rennteam oder als Sponsor.“

Auch Gutmann hat Alternativen gefunden, wie er alleinerziehenden Müttern in seiner Firma helfen kann. „Wir bekommen einen Betriebskindergarten. Unsere Mütter benötigen eine optimale Kinderbetreuung. Diese Kosten können wir absetzen“, erklärt Gutmann: „Staudinger macht nichts anderes, als die Politik mit den Problemen zu konfrontieren“.

Auch das Finanzministerium verfolgt Staudingers Idee mit Interesse. Aber keiner will sich zu dem Vorhaben äußern. „Für eine fachliche Beurteilung sind mehr Details zum Modell nötig und diese Infos liegen uns nicht vor“, erklärt Daniela Kinz, Sprecherin des Finanzministeriums.

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