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Chronik Niederösterreich
10/30/2021

Brand im Rax-Gebiet: Glutnester um ein Drittel reduziert

Rund 750.000 Liter Wasser wurden allein am Samstag transportiert. Heute ist auch ein Löschflugzeug aus der Slowakei im Einsatz.

Der Kampf gegen den in Hirschwang in der Marktgemeinde Reichenau a.d. Rax (Bezirk Neunkirchen) wütenden Waldbrand ist auch am sechsten Tag in Serie auf Hochtouren gelaufen. Rund 750.000 Liter Wasser sind am Samstag laut Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner transportiert worden. Im Zusammenspiel mit eingesetzten Bodentruppen seien die Glutnester um ein Drittel reduziert worden. 

Heute, Sonntag, wird  auch eine Militärmaschine aus der Slowakei eingesetzt. Die Mil Mi-17 kann nach Angaben aus dem Büro von LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) rund 3.000 Liter Wasser transportieren.

Die Maschine ergänzt das bereits vorhandene Repertoire an Fluggeräten, das von Bundesheer und Polizei gestellt wird. Der Helikopter „unterstützt uns massiv bei den Löscharbeiten“, blickte Fahrafellner voraus.

 

Probelöschungen am Samstag

Bereits am Samstag sind im Waldbrandgebiet zwei Canadair-Maschinen des Typs CL-415 aus Italien angekommen. Diese weisen jeweils ein Fassungsvermögen von etwa 7.000 Litern auf. Zwei Probelöschungen wurden mit den Maschinen noch am Samstagnachmittag durchgeführt. „Ab Tagesanbruch werden sie uns morgen massiv unterstützen“, blickte Fahrafellner voraus.
Zwei Spezialhubschrauber - Sikorsky CH-53 - sollen am Sonntagnachmittag aus Deutschland dazustoßen, beide mit je 5.000 Liter Fassungsvermögen.

Am Samstag gingen in Summe 850 Helfer zu Werke. Als Einsatzschwerpunkt galt u.a. der Bereich des Gipfelkamms und die Gegend rund um die sogenannte Knofeleben. Mitgeholfen haben Personen aus mehreren Bundesländern: „Wir haben aus Wien, Oberösterreich, der Steiermark und Salzburg Kräfte da“, so Fahrafellner. „Die Zusammenarbeit funktioniert perfekt.“ Für die kommenden Stunden sei leichter Wind angesagt. „Das müssten wir vertragen ohne größere Feuer in der Nacht“, erklärte der Landesfeuerwehrkommandant.

Trotz sechs Tagen voller Anstrengung sei man personell noch lange nicht am Ende. Möglich gemacht durch die Struktur des Katastrophenhilfsdienstes würden die eingesetzten Kräfte „alle 24 Stunden“ ausgetauscht.

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