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Chronik | Niederösterreich
08/16/2019

Wald in der Krise: "Die Fichten sterben schnell wie nie"

Forst-Großbesitzer Felix Montecuccoli über Borkenkäfer, Klimawandel und Entschädigungen.

Felix Montecuccoli zählt mit rund 960 Hektar Waldfläche in Niederösterreich zu den größten Waldbesitzern Österreichs und ist Präsident des Bundesverbandes der Land- und Forstbetriebe. Im KURIER-Interview erklärt er, warum die heimischen Forstwirte vom Staat eine Milliarde Euro an Entschädigungen benötigen.

Es tauchen immer öfter Horrormeldungen über den Borkenkäferbefall in den Wäldern auf. Wie schlimm ist das Ausmaß tatsächlich?

Felix Montecuccoli: Die Situation ist für heimische Waldbesitzer tatsächlich eine Katastrophe. Die Fichtenbestände verschwinden, aber in einem Tempo, das sich keiner vorstellen konnte. Die Natur kommt in ihrer natürlichen Entwicklung nicht mehr nach. Es fehlt die notwendige Zeit für die Naturverjüngung und für unsere Maßnahmen.

Können Sie den aktuellen Schaden schon beziffern?