100 km/h in der 30er-Zone: Polizei stoppt Drogen-Lenker in NÖ

19-jähriger Russe konnte nach einer wilden Fahrt gestoppt werden, Radfahrerin kam beinahe zu Sturz.
Polizeiautos, drei Polizisten im Hintergrund.

Eine gefährliche Fahrt mit teils massiv überhöhter Geschwindigkeit hat am Montagabend in Waidhofen an der Ybbs für Aufregung gesorgt. Ein 19-jähriger Autofahrer lieferte sich mit der Polizei eine riskante Flucht – und brachte dabei auch eine Radfahrerin in Gefahr.

Gegen 20.10 Uhr fiel Beamten der Polizeiinspektion Waidhofen an der Ybbs auf der L6188 ein Pkw auf, der ihnen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit entgegenkam. Als die Polizisten das Fahrzeug anhalten wollten, trat der Lenker aufs Gas und entzog sich der Kontrolle.

Schock für Radfahrerin

Mit teilweise mehr als 100 km/h – erlaubt waren in diesem Bereich nur 30 km/h – setzte der Fahrer seine Flucht fort. Besonders brenzlig wurde die Situation, als er sogar entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung durch das Stadttor raste. Genau in diesem Moment fuhr eine Radfahrerin durch die Engstelle. Sie musste abrupt ausweichen und kam beinahe zu Sturz.

Kurz darauf gelang es den Beamten, den Wagen doch noch anzuhalten. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 19-jährige russische Staatsbürger aus dem Bezirk Melk keine gültige Lenkberechtigung besitzt. Zudem zeigte er deutliche Anzeichen einer Beeinträchtigung durch Suchtmittel. Eine klinische Untersuchung verweigerte der junge Mann. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt, die Fahrzeugschlüssel nahmen die Polizisten vorläufig ab.

Drogen entdeckt

Auch die beiden Mitfahrer – ein 26-jähriger Österreicher und ein 15-jähriger russischer Staatsbürger – wiesen laut Polizei Symptome einer Suchtmittelbeeinträchtigung auf. Im Fahrzeug fanden die Beamten außerdem eine geringe Menge an Suchtmitteln, die vorläufig sichergestellt wurde.

Der 19-Jährige wird nun bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde sowie bei der Staatsanwaltschaft in St. Pölten angezeigt.

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