Von einer Plakatflut und Wahlkampfgetöse ist in Waidhofen bisher noch nichts zu spüren

© Stadt Waidhofen /Ybbs

Waidhofen/Ybbs
12/28/2021

Wahlkampf im Schatten der fünften Welle

Sieben Wahlparteien müssen coronabedingt einen sehr zurückhaltenden Gemeinderatswahlkampf abhalten. Die offiziellen Kandidatenlisten werden am 5. Jänner veröffentlicht

von Wolfgang Atzenhofer

Mit sieben Listen versprechen die anstehenden Gemeinderatswahlen in der Statutarstadt Waidhofen/Ybbs mit Sicherheit einen spannenden Wahltag am 30. Jänner des kommenden Jahres. Anders verhält es sich derzeit noch mit dem kaum spürbaren Wahlkampf. Etliche Parteien geben Einblicke in ihre Kandidatenlisten, aber politische Forderungen oder Vorwürfe sind vorerst noch rar.

„Angesichts der schwierigen Zeiten sind wir übereingekommen, dass es keine Schlammschlacht gibt. Also kein Wahlkampf, sondern eine Wahlwerbung“, sagt Bürgermeister Werner Krammer (WVP). Das in der Vorwoche, so knapp vor der Wahl beschlossene Budget, nennt er als Beispiel eines „Miteinanders in harten Zeiten“. Bis auf die Liste FUFU haben die anderen fünf Fraktionen zugestimmt.

Krammer und die Waidhofner Volkspartei (WVP) werden mit der offiziellen Kandidatenpräsentation bis zum 5. Jänner warten. An diesem Tag wird die Stadtwahlbehörde die geprüften Wahlvorschläge endgültig veröffentlichen. 80 Kandidaten gehen an den Start, kündigt Spitzenmann Krammer stolz an. Angesichts der nächsten aufziehenden Pandemie-Wolken werde seine Partei auf einen Wahlkampfauftakt verzichten, so der Stadtchef. Personelle und politische Angebote will man im Rahmen einer Pressekonferenz präsentieren.

Jagd nach Absoluter

Jedenfalls ist die Schar der Listen, die Krammer die Absolute von 60,2 Prozent abjagen wollen, so groß, wie schon lange nicht mehr. Am Start der sieben Listen, zu denen die neue impfkritische Partei „Menschen-Freiheit-Grundrechte“ (MFG) gehört, wird sich nichts mehr ändern. Als einzige neue Gruppe musste MFG-Aktivist Wolfgang Durst mindestens 80 Unterstützungserklärungen vorlegen. Diese hielten der Erstprüfung der Behörde stand. Alle anderen Parteien sind bereits im Stadtparlament vertreten.

Mit völlig neuen Gesichtern wird die Unabhängige Wahlgemeinschaft-Bürgerliste Waidhofen/Y. (UWG) antreten. Wie berichtet, hat ja der bisherige FPÖ-Gemeinderat Karl-Heinz Knoll überraschend seinen Start als UWG-Spitzenmann angekündigt und die FPÖ auch wegen des aggressiven Antiimpfkurses verlassen.Mit der bereits präsentierten 75-prozentigen Frauenquote auf der vierköpfigen Liste will die UWG vor allem auch bei der weiblichen Wählerschaft punkten.

Mit unorthodoxen und schrägen Beiträgen wird der uniformierte Spitzenkandidat der Piratenliste FUFU, Martin Dowalil, für Abwechslung in der Wahlauseinandersetzung sorgen. Geld für Wahlwerbung wird er nicht ausgeben, kündigte er an.

Eine inoffizielle 22-köpfige Kandidatenliste ist auch bei der SPÖ bereits einsehbar. Vizebürgermeister Armin Bahr – erstmals Spitzenkandidat – berichtet, dass man noch auslote, wie man sich in Corona-Zeiten präsentieren wird, „ohne jemanden zu gefährden“. Ziel im Wahlkampf sei, die eigenen Ideen zu präsentieren, „die WVP spielt da wenig Rolle“, sagt er im KURIER-Gespräch.

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