Chronik | Niederösterreich
23.08.2012

Wagrams "Killerwels": Noch mehr Exemplare?

Auch sehr große Karpfen und Hechte wurden in dem Schotterteich schon gesehen, berichten örtliche Fischer.

Ruhig und idyllisch liegt der Schotterteich bei Fels am Wagram (Niederösterreich) in der Mittagssonne. Die Aufregung vom vergangenen Wochenende, als ein Riesen-Exemplar eines Welses die 14-jährige Franziska S. ins Bein biss und kurz unter Wasser zog, hat sich verzogen.

Die Angst vor dem angeblichen "Killerwels vom Wagram" können viele Bewohner der rund zwei Dutzend Einfamilienhäuser am Ufer nicht nachvollziehen. "Üb­licherweise jagen Welse nur in der Nacht. Dieser wurde wohl aufgeschreckt und wollte sein Revier verteidigen", sagt ein Anrainer, der hier auch als Fischer aktiv ist. Aufgeschreckt wurde der Riesenfisch wahrscheinlich von einer privaten Triathlon-Veranstaltung, bei der rund 40 Hobbysportler durch den kleinen See schwammen. Kurz danach ging das Mädchen baden und wurde gebissen.

Zeit zum Wachsen

Fischer sind von dem Vorfall nicht wirklich überrascht: "Hier gibt es nicht einen, sondern gleich mehrere Riesenwelse mit 40 Kilo und gut zwei Metern Länge", sagt ein Hobby-Fischer. Auch sehr große Karpfen und Hechte wurden in dem Schotterteich schon gesehen. Der Grund ist einfach erklärt: "Das war früher ein Fischwasser und wurde in den 1990ern aufgegeben. Die Fische hatten fast 20 Jahre Zeit zum Wachsen." Heute gilt der Teich als Badesee und wird nur im bescheidenen Rahmen von knapp einem Dutzend Anrainern befischt.

Die machen sich jetzt auf die Jagd nach dem "Killer-Wels". In einer der kommenden Nächte wollen sie ihn im Rahmen einer konzertierten Aktion fangen – wenn es denn gelingt. Ein Nachbar ist skeptisch: "Ich habe selbst ein paar Mal erlebt, dass wir einen Riesenfisch an der Angel hatten, aber ins Boot haben wir ihn noch nie gekriegt; er ist leider immer entkommen."

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