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Unwetter in NÖ und dem Burgenland: Aufräumen nach der Sturmfront

Besonders Ostösterreich wurde Sonntagnachmittag stark von der Gewitterfront getroffen.
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Heftige Gewitter und eine Sturmfront haben am Sonntagnachmittag in vielen Landesteilen Niederösterreichs sowie im Burgenland die Einsatzkräfte gefordert.

Bis in die Abendstunden wurden alleine in NÖ rund 140 Feuerwehreinsätze nach den Unwettern gezählt. Die am schlimmsten betroffenen Regionen waren das Wald- und das Mostviertel. Bäume stürzten etwa auf Straßen, durch Blitzschlag kam es zu Bränden. Außerdem wurden Straßen und Keller überflutet.

Einen spektakulären Einsatz gab es im Bezirk Waidhofen an der Thaya. Sonntagnachmittag schlug ein Blitz in den Turm von Schloss Dobersberg ein und setzte die Spitze in Brand. „Nachdem die Drehleiter aufgebaut war, konnte das Feuer rasch bekämpft und abgelöscht werden. Atemschutztrupps kontrollierten das Innere des Turms nach weiteren Glutnestern“, so die Feuerwehr. Gegen 17.30 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben werden.

Ein Baum stürzte bei St. Valentin auf die Oberleitung.

Ein Baum stürzte bei St. Valentin auf die Oberleitung.

In St. Valentin im Bezirk Amstetten stürzte ein Baum auf eine Oberleitung der ÖBB-Strecke und löste einen Brand aus. Ein Zug musste auf freier Strecke anhalten. Die Einsatzkräfte standen gemeinsam mit den ÖBB im Einsatz, um die Gefahrenstelle abzusichern und die Störung zu beheben. Rund 85 Fahrgäste wurden mit Hilfe der Feuerwehr aus dem Zug geholt und mit Bussen zum nächsten Bahnhof gebracht.

Die Bereichsalarmzentrale der Feuerwehr Amstetten verzeichnete während des Unwetters ein außergewöhnlich hohes Notrufaufkommen. Innerhalb von nur 20 Minuten mussten mehr als 50 Einsätze disponiert werden.

In Kemeten im Bezirk Oberwart war ein Auto kurz vor 16 Uhr im Strembach gelandet.

In Kemeten im Bezirk Oberwart war ein Auto kurz vor 16 Uhr im Strembach gelandet. 

Unwetterschäden auch im Burgenland

In Kemeten im Bezirk Oberwart war ein Auto kurz vor 16 Uhr im Strembach gelandet. Die Insassen konnten sich selbst befreien, ein Hund befand sich jedoch noch im Fahrzeug. Er wurde wenig später von den Einsatzkräften ebenfalls unverletzt geborgen, teilte das Bezirksfeuerwehrkommando Oberwart mit.

Außerdem mussten wegen starker Sturmböen umgestürzte Bäume von der Fahrbahn geräumt werden. Das war etwa in Litzelsdorf auf der Bundesstraße der Fall.

Einsätze am Neusiedler See

Die Wasserrettung meldete auch zwei Vorfälle am Neusiedler See. Gegen 16 Uhr bemerkte die Besatzung des Wasserrettungsbootes während eines Gewitters ein treibendes Elektroboot mit sechs Personen an Bord. Der Elektromotor war ausgefallen und das Boot ließ sich nicht mehr manövrieren. Die Einsatzkräfte sicherten das Boot und versorgten die Passagiere, bevor es von der Feuerwehr in den Heimathafen geschleppt wurde.

Bei Podersdorf wurden kurz vor 19 Uhr vier Stand-up-Paddler in Seenot gemeldet. Sie konnten sich dann jedoch selbstständig in Sicherheit bringen.

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