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Nach tödlichem E-Scooter-Unfall in NÖ: „Wir sind tief betroffen“

Nach dem Tod eines 50-Jährigen ist die Trauer in Wölbling groß. Gleichzeitig steigt die Zahl schwerer E-Scooter-Unfälle in Österreich deutlich an.
++ ARCHIVBILD ++ E-Scooter

War es ein Moment der Unachtsamkeit, ein Fahrfehler oder gar ein technischer Defekt? Vermutlich wird diese Frage nie geklärt werden. Klar ist jedoch, dass die Betroffenheit in Wölbling im Bezirk St. Pölten groß ist.

Wie der KURIER berichtete, kam am vergangenen Freitag ein 50-Jähriger bei einem E-Scooter-Unfall ums Leben. Der Niederösterreicher war in den Abendstunden auf einem befestigten Feldweg unterwegs, als er zu Sturz kam. Ein Pkw-Lenker, der zufällig an der Unfallstelle vorbeifuhr, setzte sofort die Rettungskette in Gang. Wenig später landete auch ein Notarzthubschrauber „Christophorus 2“ in Oberwölbling. Doch die Notärzte konnten dem Mann nicht mehr helfen; er erlag seinen schweren Kopfverletzungen. Laut Polizei trug der 50-Jährige bei der Fahrt keinen Helm. Der Sturz soll sich auf einem abschüssigen Weg ereignet haben.

„Wir im Ort sind alle tief betroffen“, sagt Bürgermeister Peter Hießberger im Gespräch mit dem KURIER. Der Verunglückte, der auch ein Motorrad-Fan gewesen ist, sei in der Region sehr bekannt gewesen, „weil er als verlässlicher und sehr guter Handwerker viel bei den Landwirten unterwegs war“, erzählt Hießberger.

Nur wenige tragen einen Helm

Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit ist die Zahl der Unfälle mit E-Scootern in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Wurden im Jahr 2019 noch 1.200 Menschen nach E-Scooter-Unfällen im Krankenhaus behandelt, waren es 2024 bereits 7.500. Ein auffälliger Risikofaktor ist Alkohol: 15 Prozent der verunglückten E-Scooter-Lenker standen zum Unfallzeitpunkt unter Alkoholeinfluss. Zum Vergleich: Bei Fahrrad- und Pkw-Lenkern lag dieser Anteil jeweils bei lediglich sechs Prozent.

Auch bei der Helmnutzung zeigen sich deutliche Unterschiede. Nur sieben Prozent der verunglückten E-Scooter-Fahrer trugen zum Unfallzeitpunkt einen Helm, bei den Radfahrern waren es 52 Prozent. Besonders groß ist die Diskrepanz bei Kindern bis zwölf Jahren: Hier trugen lediglich 17 Prozent der verunglückten E-Scooter-Fahrer einen Helm, bei gleichaltrigen Radfahrern lag die Helmtragequote hingegen bei 66 Prozent.

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