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Seltene Einblicke: Wo die geheimen Kämpfer aus der Tiefe trainieren

Evakuierungen, Spezialaufklärung und Einsätze unter Wasser: Warum die Kampfschwimmer des Jagdkommandos trotz Neutralität gebraucht werden.
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Keine Gesichter, keine Namen! Wer die Welt der Spezialeinheiten betreten will, muss sich an Regeln halten. Vor allem dann, wenn es sich um eine Elitetruppe innerhalb einer Gemeinschaft handelt, die nur die Besten der Besten aufnimmt: die Kampfschwimmer des Jagdkommandos.

Der KURIER erhielt nun Einblick in jene Einheit des Bundesheeres, die normalerweise im Verborgenen agiert. Kampfschwimmer sind darauf trainiert, Spezialaufklärung im Wasser durchzuführen, Schiffe zu entern, Geiseln zu befreien, Evakuierungsmissionen durchzuführen und Terroristen zu bekämpfen. 

Wer in das kleine Team aufgenommen werden will, muss zunächst den gefürchteten Jagdkommando-Grundkurs absolvieren und sich anschließend einem 14-wöchigen Speziallehrgang stellen.

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Ein Boot für die Kampfschwimmer

Wer weltweit zu Missionen entsandt werden kann, muss vor allem intensiv trainieren. Eine wichtige Ausbildungsbasis für die Soldaten befindet sich am Neufelder See im Burgenland. Der Taucherstützpunkt, der vor einem Jahr eröffnet wurde, zählt zur Garnison Wiener Neustadt und damit zum Militärkommando Niederösterreich. Rund 2,5 Millionen Euro wurden in die Anlage investiert. Sie verfügt über einen klimatisierten Lehrsaal, Mannschaftsräume, ein Einsatzboot sowie die technische Ausstattung zum Befüllen der Tauchflaschen.

„Früher stand hier am Ufer nur eine kleine Holzhütte. Wir sind über das neue Gebäude sehr froh“, sagt ein Jagdkommando-Offizier im KURIER-Gespräch.

Mutprobe im Wasser

Der Stützpunkt steht freilich nicht ausschließlich den Kampfschwimmern zur Verfügung. Hier trainieren auch die Pioniertaucher des Bundesheeres intensiv – jene Männer und Frauen, die immer dann gerufen werden, wenn Unterwasser-Spezialisten gefragt sind, die zugleich Aufklärer und Ingenieure sind. 

„Unsere Spezialisten sind bei Hochwassereinsätzen in Niederösterreich immer wieder zum Einsatz gekommen und haben sich dabei sehr bewährt“, betont Militärkommandant Georg Härtinger.

Am 61 Hektar großen Neufelder See finden die Taucher ideale Bedingungen vor, um sich auf künftige Einsätze vorzubereiten. In einigen Metern Tiefe haben die Kampfschwimmer sogar ein Torpedorohr montiert, das sie durchtauchen müssen – ähnlich wie ihre deutschen Kollegen, die diese Übung tatsächlich in einem U-Boot absolvieren. 

„U-Boote haben wir ja bekanntlich nicht. Aber das Durchtauchen eines Rohres ist bei uns ebenfalls eine Art Mutprobe“, erzählt ein Oberstleutnant des Jagdkommandos mit einem Schmunzeln.

Hilfe im Ausland

Und natürlich wird die Spezialeinheit, deren Element das Wasser ist, immer wieder mit der Frage konfrontiert, wofür sie in einem neutralen Land ohne Zugang zum Meer überhaupt gebraucht wird. 

Ein Oberst des Jagdkommandos gibt im KURIER zu bedenken, dass die Donau eine internationale Wasserstraße ist und daher auch hier Einsätze denkbar seien. Und jene österreichischen Staatsbürger, die aus Dubai flüchten mussten, als iranische Raketen einschlugen, werden sich noch an jene Jagdkommando-Soldaten erinnern, die sie bei ihrer Evakuierung begleiteten.

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Militärkommandant Härtinger besuchte den Taucherstützpunkt

„Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass Evakuierungen über den Wasserweg erfolgen müssen. Dann stehen unsere Kampfschwimmer bereit“, so der Oberst.

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