Justizanstalt St. Pölten

© KURIER/Johannes Weichhart

St. Pölten
03/10/2017

Unbekannter brach nächtens ins Gefängnis ein

Mann war auf das Dach geklettert. Fahndung blieb ergebnislos.

Dass jemand aus einem Gefängnis ausbricht, kommt immer wieder einmal vor. Der umgekehrte Weg ist dagegen schon sehr ungewöhnlich. So ist es aber in der Nacht auf Donnerstag in der Justizanstalt St. Pölten passiert.

Weil ein Unbekannter auf dem Dach des Gefängnisses herumkletterte, ging der Alarm los. Obwohl die Justizwachebeamte und auch die Polizei rasch zu Stelle waren, gelang es dem Mann zu flüchten. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ergebnislos.

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei dem Klettermaxe nicht um einen Häftling handeln dürfte. Der Unbekannte war von außen in das Gefängnis eingedrungen. "Man kann also sagen, dass es sich um einen Einbruch gehandelt hat", berichtet der Leiter der Justizanstalt, Günther Mörwald.

Sicherheitssystem

Bislang ist noch völlig unklar, was der Eindringling auf dem Dach wollte. Aus Polizeikreisen ist zu hören, dass es sich um Mutprobe gehandelt haben könnte. Man wolle aber auch nicht ausschließen, dass der Einbrecher Kontakt mit einem der Insassen aufnehmen wollte.

Laut Mörwald werden man die Sicherheitsvorkehrungen im Gefängnis jetzt nochmals analysieren, zudem Laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren.

Dass jemand versucht in ein Gefängnis ein- und nicht auszubrechen, damit hat man bei der Justiz wenig bis gar keine Erfahrung. Der für die Sicherheit in den Gefängnissen verantwortliche Mann in der Justiz-Generaldirektion, General Josef Schmoll, kann sich auf KURIER-Nachfrage an keinen vergleichbaren Fall in der jüngeren Geschichte erinnern.

Schmuggler

"Es gab ein einziges Mal einen Vorfall mit einem Betrunknen", so Schmoll. Dieser habe allerdings mehr schlecht als recht im Anflug eines Rausches versucht, die Strafanstalt im Zuge eines Einbruchsversuches von innen zu sehen.

Viel häufiger kommen da schon Schmuggelversuche der Angehörigen von Gefängnisinsassen vor. Mobiltelefone, Tablet-Computer oder ähnliches tauchen immer wieder bei den Zugangskontrollen in die Gefängnisse auf und werden den Besuchern von den Beamten bei der Zutrittskontrolle abgenommen.

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