Kunst gegen Schweigen: Ausstellung macht Depression sichtbar
Die Ausstellung „dunkle wege / dunkle gedanken“ im Schloss Ulmerfeld setzt sich künstlerisch mit dem Thema Depression auseinander.
Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Österreich. Laut dem österreichischen Depressionsbericht leiden rund 6,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer Depression. Dennoch ist die Erkrankung oft mit Scham und Sprachlosigkeit verbunden.
Im Schloss Ulmerfeld will die Ausstellung „dunkle wege / dunkle gedanken“ des Fotografen Dieter Bornemann nun ein Zeichen für mehr Bewusstsein und Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen setzen.
Wie fühlt sich Depression an?
Betroffene beschreiben die Erkrankung oft als ein Gefühl innerer Leere, Sinn- und Hoffnungslosigkeit. Mit den Schwarz-Weiß-Fotografien soll der Blick auf die innere Welt von Erkrankten gerichtet werden. Charakteristisch ist die starke Vignettierung der Bilder: Sie verengt den sichtbaren Raum und symbolisiert jene eingeschränkte Wahrnehmung, die viele Betroffene beschreiben.
„Mit dieser Ausstellung wird ein Thema sichtbar gemacht, das viele Menschen betrifft, aber noch immer zu selten offen angesprochen wird. Kunst kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, Verständnis zu fördern und Berührungsängste abzubauen.“
Kulturstadtrat Amstetten (ÖVP)
Mit Schwarz-Weiß-Fotografien möchte Dieter Bornemann die Wahrnehmung von Menschen mit Depressionen erfahrbar machen.
Die Ausstellung versteht sich dabei nicht nur als künstlerisches Projekt, sondern auch als Beitrag zur Aufklärung. Begleitende Texte vermitteln Informationen über die Erkrankung, geben Hinweise für Angehörige und zeigen Wege zu professioneller Hilfe auf.
Am 7. Juli um 19 Uhr eröffnet die Schau im Schloss Ulmerfeld; sie findet im Rahmen der Landesausstellung „Wenn die Welt Kopf steht“ statt. Während der Öffnungszeiten kann zudem die Ausstellung „Die Ybbs als Lebensader und Kraftquelle! Wie Natur auf die Psyche wirkt“ im Schloss Ulmerfeld besucht werden.
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