© Magistrat St. Pölten

Chronik Niederösterreich
12/26/2019

Über alle Parteigrenzen hinweg: NÖ trauert um Ernst Höger

Der langjährige SPÖ-Chef Ernst Höger starb am Heiligen Abend nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren.

von Michael Pekovics

Gemeinsam mit dem damaligen Landeshauptmann Siegfried Ludwig (ÖVP) galt er als einer der Väter der Landeshauptstadt St. Pölten. Ernst Höger war 7 Jahre lang Regierungspartner von Erwin Pröll (ÖVP) und galt damals als einer der wenigen, die dem Langzeit-Landeshauptmann politisch hätten gefährlich werden können. Dementsprechend würdigt Pröll den „Politiker aus und mit Leidenschaft“ – man habe einander immer als Kontrahenten, aber nie als Gegner gesehen.

„Leben fürs Land gewidmet“

SPÖ-Landesparteivorsitzender Franz Schnabl zeigte sich tief betroffen: „In seiner politischen Laufbahn war er für die Sozialdemokratie ein ungemein belebendes Element und hat  stets das Gemeinsame vor das Trennende gestellt.“ Das sieht auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) so: „Er hat weit über Partei- und Landesgrenzen hinweg höchste Anerkennung genossen, hat sein Leben dem Land gewidmet und  Meilensteine gesetzt.“ Auch FPÖ-Landesobmann Udo Landbauer zollte ihm als „großen Niederösterreicher“ Anerkennung.

Vom Werkzeugmacher zum Landesvize

Ernst Höger wurde am 30. August 1945 geboren und lebte zuletzt in Berndorf. Der Werkzeugmacher kam über die Gewerkschaft (er war von 1978 bis 1980 Landessekretär der Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie) in die Politik. 1979 zog er in den Landtag ein, von 1980 bis 1986 war er Landesrat und wurde dann zum Landeshauptmannstellvertreter – bis November 1999. Höger war von 1985 bis 1998 Landesparteichef der SPÖ NÖ.  

Höger war seit 1992 Ehrenbürger von St. Pölten, 1998 wurde er Ehrenvorsitzender der SPÖ NÖ, ein Jahr später erhielt er den Ehrenring des Landes. 2005 wurde der Politiker mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.

„Wirken zum Wohl der Bürger“

Beileidsbekundungen kamen auch von der Bundesebene. „Mit ihm verlieren wir einen wichtigen Mitstreiter, der viel für unsere Bewegung geleistet hat“, schrieb SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner in einer Aussendung. Und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) teilte mit, er habe Höger „als Menschen kennenlernen dürfen, für den das Wirken zum Wohl der Bürger im Fokus stand“.

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