Chronik | Niederösterreich
10.03.2018

Top-Ärztin als NÖ-Landesrätin?

Die SPÖ hat noch einen Regierungsjob zu vergeben. Entscheidung fällt am Montag.

Die neue niederösterreichische Landesregierung ist fast komplett. Die ÖVP hat am Freitag mit gleich zwei Quereinsteigern vorgelegt. Auch bei den Freiheitlichen ist längst alles klar, Gottfried Waldhäusl freut sich schon auf seine künftigen Aufgaben als Landesrat für Agenden wie Mindestsicherung, Integration und Tierschutz. Damit muss nur noch die SPÖ entscheiden, wen sie neben Parteichef Franz Schnabl in die Regierung entsendet.

Am Montag tagen die roten Gremien, die Spekulationen laufen seit Tagen. Als unbestritten gilt, dass der designierte Landeshauptfraustellvertreter Schnabl das rote Regierungsduo mit einer Frau komplettieren wird. Mit Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar und dem künftigen Klubobmann Reinhard Hundsmüller bieten die Sozialdemokraten einen sichtbaren Männerüberhang in Spitzenfunktionen.

Gut möglich, dass der SPÖ-Chef Mikl-Leitners Vorliebe für politische Quereinsteiger teilt. Schließlich ist der Ex-Polizeigeneral und spätere Spitzenmanager selbst kein "gelernter" Politiker. Da die SPÖ in der künftigen Legislaturperiode Teile des Gesundheitsressorts verantwortet, werden zwei Ärztinnen gute Chancen auf den Job als Landesrätin nachgesagt. Zum einen Evamaria Brodner, Allgemeinmedizinerin und Assistentin des Ärztlichen Direktors am Uni-Klinikum Krems. Sie konnte zuletzt mit ihren Kollegen den "Staatspreis Unternehmensqualität 2017" nach Krems holen. Im Gespräch mit Insidern fiel auch der Name Silvia Reisner-Reininger, Ärztin aus Amstetten.

Eher Außenseiterchancen werden Ex-Ministerin Sonja Hammerschmid eingeräumt. Parteikollegen trauen auch der Mostviertler Nationalrätin Ulrike Königsberger-Ludwig einen Regierungsjob zu.