Tatwaffe war ein 14 cm langes Messer (Symbolbild)

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Chronik | Niederösterreich
06/27/2019

Tobender Mann mit Messer verschanzte sich

Brenzliger Polizeieinsatz in Asylunterkunft Mittwochabend im Bezirk Lilienfeld. Der Verdächtige wurde von der Polizei überwältigt.

Ein Tobender mit einem Messer in der Hand hat Mittwochabend im Klammgruberhof in Hainfeld (Bezirk Lilienfeld) einen Polizeieinsatz ausgelöst. Der Asylwerber ist laut Polizei auf andere Insassen der Unterkunft mit der Waffe losgegangen. Der Mann soll einen Kontrahenten verletzt haben und verschanzte sich mit der Waffe in einem der Zimmer. Die gefährliche Situation konnte von der Polizei unblutig beendet werden, der Verdächtige wurde überwältigt und in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert, bestätigt ein Sprecher der nö. Landespolizeidirektion.

Streit als Auslöser

Ein Streit mit einem der anderen Asylwerber dürfte der Auslöser für den Ausraster des Mannes gewesen sein. Der Verdächtige tritt unter zwei verschiedenen Identitäten auf. Noch ist unklar, ob es sich um einen Syrer oder einen Algerier handelt. Als Waffe diente dem Mann ein 14 Zentimeter langes Küchenmesser und große Splitter einer zerbrochenen Fensterscheibe. Mit dem Glas und dem Messer in der Hand soll er laut schreiend in der Asylunterkunft herumgelaufen und die anderen Insassen bedroht haben, die sich aus Angst versteckten.

Der Polizei gelang es schließlich, den Tobenden bei einem Zugriff zu überwältigen. Auch ein Polizei-Diensthund wurde dabei eingesetzt. Der Mann leistete heftige Gegenwehr. Er war alkoholisiert.