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Chronik Niederösterreich
07/14/2020

Tierquälerei: Tiertransporter in NÖ aus dem Verkehr gezogen

Der 56-Jährige Lenker transportierte 29 Ferkel auf zwei Etagen mit zu wenig Platz. Auch ausreichende Belüftung fehlte.

von Kevin Kada

Am Montagvormittag zogen Beamte der Polizeiinspektion Stockerau einen Tiertransport aus dem Verkehr. Bei einer Schwerverkehrs- und Gefahrgutkontrolle hielten die Polizisten einen Pkw samt Anhänger auf der S1 im Gemeindegebiet von Stetten an und führten eine Kontrolle durch.

Dabei stellten die Beamten fest, dass der 56-jährige Mann aus dem Bezirk Korneuburg auf dem Anhänger insgesamt 29 Ferkel, auf zwei Etagen, transportierte. Die Ferkel konnten aufgrund des zu kleinen Laderaumes nicht in ihrer natürlichen Haltung stehen und sich auch nicht hinlegen.

Zudem gab es in dem Anhänge auch keine ausreichende Belüftung. Die Beamten ordneten eine sofortige Verbringung der Tiere in den Stall des Besitzers an und informierten außerdem die zuständige Amtstierärztin. Sie begutachtete die Tiere und zudem erfolgte auch eine Kontrolle der Tierhaltung in dem landwirtschaftlichen Betrieb.

Die 29 Ferkel wurden, trotz des unsachgemäßen Transports nicht verletzt.

Im Anschluss daran wurden der Pkw, sowie der Anhänger einer technischen Kontrolle durch technische Sachverständige des Amtes der NÖ Landesregierung unterzogen. Dabei wurden bei dem Pkw zwei schwere Mängel und bei dem Anhänger drei Mängel mit Gefahr im Verzuge festgestellt.

Der Zulassungsschein und die Kennzeichentafel des Anhängers wurden vorläufig abgenommen und dem 56-Jährigen wurde die Weiterfahrt untersagt. Er wurde der Staatsanwaltschaft Korneuburg wegen des Verdachtes der Tierquälerei und der zuständigen Verwaltungsbehörde wegen fünf Übertretungen nach dem Tiertransportgesetz und elf Übertretungen nach den Verkehrsvorschriften angezeigt.