Neuer Thriller aus dem Mostviertel: Widerstand gegen Regime
Krimiautor Helmut Scharner hat einen futuristischen Thriller verfasst.
Mit spannungsgeladenen Kriminalfällen, die alle im Mostviertel spielen, baute sich der Autor Helmut Scharner eine treue Stammleserschaft auf. Nun gibt der 50-Jährige mit einem futuristischen und gesellschaftspolitischen Thriller "Moststraße 2126“ seinem Schaffen eine neue Richtung.
Man darf gespannt sein, was der emsige Hobby-Literat am kommenden Donnerstag bei der ersten Lesung aus dem neuen Roman im Amstettner Rathaussaal (19 Uhr, freier Eintritt) präsentieren wird. Scharner, im Hauptberuf als Area Sales Manager eines großen Stahlkonzerns in der ganzen Welt unterwegs, widmet sich im druckfrisch erschienenen Roman Themen wie politische Kontrolle, zwangsvolle Anpassung und individuelle Verantwortung. „Gesellschaftliche Themen, die mich schon immer interessierten“, sagt er.
Ein wenig inspiriert von den amerikanischen Science-Fiction-Bänden "Tribute von Panem“ rückt Scharner seine Heimat um 100 Jahre in einen autoritär regierten Staat der Zukunft. In einer streng kontrollierten Gesellschaft bestimmt das "Nordland“ über Beruf, Wohnort und sogar die Heirat der Bevölkerung des Südens. Nur wer bei einem sogenannten "Verteilungsturnier“ sportlich überzeugt oder äußerlich den Erwartungen entspricht, hat eine Chance, diesem System zu entkommen.
Junge Heldin
Scharners Hauptfigur Laura ist 18 und entschlossen, sich dem vorgezeichneten Weg zu entziehen. Doch ihr heimlicher Plan scheitert, und sie gerät in den Sog gefährlicher politischer Machtspiele. Während das Turnier beginnt und die Aufmerksamkeit der Großmächte auf einem einzigen Ergebnis ruht, muss sie entscheiden, wie weit sie für Freiheit und Gerechtigkeit gehen will.
Die dramatischen Ereignisse spielen im Großraum von Amstetten, aber auch sein aktueller Wohnort St. Georgen am Ybbsfelde sei ein Schauplatz des düster-abenteuerlichen Geschehens, erzählt der Autor. Wie man sich die Mostviertler Kulisse in 100 Jahren vorstellen darf, will Scharner nicht recht verraten.
Birnbäume in der Zukunft
Nur soviel: "Es wird die Birnbäume auch in 100 Jahren noch geben“, verrät er. Im Vordergrund stünde nicht die Beschaffenheit so mancher Mostviertler Institutionen oder Denkmäler, sondern das gesellschaftspolitische Geschehen und der Kampf gegen ein diktatorisches System.
Helmut Scharner, der Mitglied der Autorenvereinigungen „Das Syndikat“ und der österreichischen Krimiautoren ist, will aber auch seinen Lesern und seinem Hauptgenre treu bleiben. Den neun bislang erschienenen Regionalkrimis, in denen Mostviertler Bauern, Gräfinnen oder Mostbarone in ihre Kreise blicken ließen, wird schon bald der nächste folgen, kündigt er an. Die Fans des von ihm geschaffenen Chefermittlers Major Leopold Brandner werden bald wieder auf ihre Kosten kommen.
Jetzt steht einmal "Moststraße 2126“ seit wenigen Tagen mit 300 Seiten und einem Preis von 14.90 Euro (Verlag Federfrei) im Fokus der Buchhandlungen.
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