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Chronik Niederösterreich
10/01/2012

Thayatalbahn: Verzweifelte Rettungsversuche

Mit einer Volksbefragung will eine Initiative die zur Demontage frei gegebene Thayatalbahn retten.

von Gilbert Weisbier

Je ländlicher die Region, desto stärker nehmen die ohnehin hohen  Zahlen bei den Autozulassungen zu. Dass das ganz besonders auf die Waldviertler Bezirke zutrifft,  belegt eine aktuelle Studie des Verkehrsclub Österreich (VCÖ): Spitzenwert ist  11,3 Prozent im Bezirk Waidhofen. Wo es mehr Verkehrsalternativen gibt, liegen die Zahlen deutlich niedriger. Genau in diese Kerbe will der Verein "Neue Thayatalbahn" schlagen.

Der Verein kämpft seit Jahren um eine Wiederbelebung der Thayatalbahn, für die er bereits Tausende Unterschriften gesammelt hat. Wie berichtet, hat das Land NÖ die Strecke gekauft und will sie zum Radweg umfunktionieren.

 Jetzt nimmt der Verein einen neuen Anlauf, um das Steuer doch noch herum zu reißen. Der Vorschlag: Eine Volksbefragung zu der politisch  bereits beschlossenen "Demolierung" der Trasse.

Mit Flugblättern wirbt der Verein für seinen Vorschlag.  Man hält es für wirtschaftlich,  im kommenden Jänner, gemeinsam mit der Befragung zur Wehrpflicht, auch die Bevölkerungsmeinung zur Thayabahn abzufragen.

Die Aktivisten des Vereins haben  Flugblätter auch an Verkehrslandesrat Karl Wilfing und den Bürgermeister von Waidhofen, Kurt Strohmayer-Dangl, übergeben. "In den vergangenen Monaten wurde vermehrt über direkte Demokratie gesprochen, daher sollte gerade  zu diesem sensiblen Thema die Bevölkerung entscheiden", argumentiert Vereinsobmann Egon Schmidt.

Autos

Untersuchungen wie jene des VCÖ sind Wasser auf die Mühlen des Vereins. Die Fachleute haben herausgefunden, dass es im Bezirk Waidhofen /Thaya mit 666 Auto pro 1000 Einwohner hier mehr Fahrzeuge pro Kopf gibt, als in jedem anderen Bezirk des Landes. Im Spitzenfeld liegen knapp dahinter u. a. die Bezirke Zwettl und Horn.

"Wir sprechen uns für verstärkte Maßnahmen aus, die Abhängigkeit vom Auto zu verringern. Das wären mehr Bahn- und Busverbindungen, sowie  mehr Carsharing-Standorte", erklärt VCÖ-Experte  Markus Gansterer.

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