Tausende Schmuggel-Tabletten am Flughafen sichergestellt

Medikamenten-Aufgriff Flughafen Schwechat…
Foto: /Bundesministerium für Finanzen Rund 43.000 Tabletten wurde in einem Koffer entdeckt

Zoll zog vergangene Woche in Wien-Schwechat zwei Koffer voller Pillen aus dem Verkehr.

Am Flughafen Wien in Schwechat ist eine große Menge suchtmittelhältiger Medikamente sichergestellt worden. Der Zoll zog in der vergangenen Woche laut Finanzministerium rund 43.000 Stück eines in Indien hergestellten Schmerzmittels aus dem Verkehr.

Ein 48-jähriger indischer Passagier, der aus Neu Delhi über Istanbul nach Wien eingereist war, wurde im Grünkanal zur Kontrolle gebeten, berichtete ein Sprecher des Finanzministeriums. "Dabei fand man in seinen beiden Koffern ausschließlich die Blisterpackungen dieses Medikaments." Der Verdächtige hat zugegeben, einmal monatlich mit einer Ladung Tabletten auf unterschiedlichen Routen in die EU eingereist zu sein, vermutlich war es aber sein erster Schmuggelversuch in Österreich.

Laut Polizei gab der Inder bei der Einvernahme zu, die Tabletten um 600 Euro in Indien gekauft zu haben um sie in Wien und Rom um 900 bis 1200 Euro an indisch-stämmige Personen weiter zu verkaufen.

Medikamenten-Aufgriff Flughafen Schwechat… Foto: /Polizei Das Präparat "Spasmo-Proxyvon Plus" enthält unter anderem eine opioide Substanz, die unter das Suchtmittelgesetz fällt. Es wirkt stark schmerzstillend und krampflösend. Bereits im Jahr 2015 war laut Finanzministerium den Zöllnern ein ähnlich großer Aufgriff solcher Tabletten gelungen.

Medikamente

"Es heißt, dass dieses verschreibungspflichtige Medikament unter anderem von Drogensüchtigen missbräuchlich mit Wasser gemischt und wie Heroin injiziert wird", erläuterte der Sprecher. Herkunft und Herstellung der Kapseln können nicht nachvollzogen werden - von gefälschten Medikamenten gehen zusätzliche Gesundheitsrisiken aus, wenn diese ohne die üblichen Qualitätskontrollen erzeugt wurden.

Die vermutlich gefälschten Medikamente wurden sichergestellt, der Beschuldigte auf freiem Fuß angezeigt. Außerdem hat die Zollfahndung des Zollamtes Eisenstadt Flughafen Wien ein Finanzstrafverfahren eingeleitet.

(APA/jz/KURIER) Erstellt am
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