Chronik | Niederösterreich
30.03.2017

Stockerau: Messerstecherei in Asylheim

Der mutmaßliche Täter wurde nach kurzer Flucht gefasst.

Zu blutigen Szenen kam es Mittwochnachmittag in einer Asylunterkunft in Stockerau (Bezirk Korneuburg). Ein Streit zwischen zwei afghanischen Asylwerbern war derart eskaliert, dass ein 17-Jähriger zum Messer griff und seinem 15-jährigen Kontrahenten tiefe Schnittwunden im Gesicht zufügte.

Als die Polizei am Ort des Geschehens eintraf, war der mutmaßliche Täter bereits aus dem Flüchtlingsheim weggelaufen. Im Zuge einer Fahndung konnte der junge Mann aber eine Stunde später in Stockerau von Beamten der Polizeiinspektion Hausleiten aufgegriffen und verhaftet werden. Er wurde in weiterer Folge in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Laut Polizei soll sich der 17-Jährige zu den Vorwürfen geständig zeigen.

Das Opfer wurde nach der Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht. Die Schnittwunden im Gesicht des Asylwerbers konnten laut Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich ambulant behandelt werden.

Warum es zu der Auseinandersetzung kam, ist derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen. "Fest steht derzeit nur, dass jede Menge Alkohol im Spiel gewesen sein dürfte", berichtet ein Ermittler.