Arche Stockerau, Landespensionisten-Wohnheim Leiter Wolfgang Bruckner, Pflegedienstleiterin Karin Mörtel

© Stefan Straka

Stockerau
08/20/2013

Krätzmilben im Pflegeheim

Nach Parasitenbefall mussten 35 Personen behandelt werden.

von Stefan Straka

Sie sind so unnötig wie ein Kropf und dennoch gibt es sie auch noch heute: Krätzmilben. Im Landespflegeheim „Arche“ in Stockerau herrscht seit Wochen Milben-Alarm. Bei zwei Bewohnerinnen wurde ein Befall mit den lästigen Hautparasiten diagnostiziert. Dutzende Personen wurden seither (vorsorglich) behandelt. Jetzt hofft man, den Befall in den Griff bekommen – sprich – die Krätzmilben endgültig ausgerottet zu haben.

Vor knapp vier Wochen wurde der Befall bei einer Bewohnerin entdeckt. „Das ist gar nicht einfach zu diagnostizieren, weil ältere Menschen sehr oft Probleme mit der Haut haben“, sagt Pflegedienstleiterin Karin Mörtel.

Dem geschulten Auge des Hausarztes entgingen die Anzeichen an den Handrücken der Patientin aber nicht. Doch dann begannen auch schon die Probleme.

Durch die Urlaubszeit konnte kein Hautarzt in der Umgebung für die Behandlung aufgetrieben werden. Form halber wurde auch Amtsarzt Paul Prem von dem Milbenbefall informiert. Laut dem Mediziner bestehe bei dieser Form von Hautmilbe aber keine Meldepflicht. Nur bei der aggressiveren Art (die sich auch in Polstermöbel einnistet, Anm.) existiere die Meldepflicht.

Der Chef der Dermatologie am Landesklinikum St. Pölten, Franz Trautinger nahm sich der Patientinnen an und untersuchte auch noch sieben andere Verdachtsfälle, die jedoch negativ waren. Dennoch wurden alle Personen mit der Spezialcreme „infekto scab“ behandelt. Mittlerweile ist eine Patientin die Milben wieder los. Aber dann tauchten die Parasiten auch bei einer anderen Dame in einem anderen Stockwerk auf. In einer zweiten Welle wurden mittlerweile 35 Personen behandelt. „Ich hoffe, dass wir damit das Problem in den Griff bekommen“, sagt Arche-Direktor Wolfgang Bruckner.

Kindergarten

Aufatmen gibt es bei der Leitung des benachbarten Kindergartens „St. Koloman“. Die Kinder sind normalerweise wöchentlich zum Basteln, Backen und Malen im Pflegeheim. „Doch wir hatten Sommerpause“, sagt Leiterin Lucia Stadler.

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