50 Jahre Stellung in NÖ: Weniger Rekruten, neue Reformpläne
In St. Pölten feierte die Stellung 50-jähriges Jubiläum.
Mit einem Kamingespräch hat das Militärkommando Niederösterreich das 50-jährige Bestehen der Stellungsstraße in St. Pölten gefeiert. Die Einrichtung gilt als Vorzeigemodell für ganz Österreich – jährlich werden hier tausende Stellungspflichtige gemustert.
„Für rund jeden Zweiten ist die Stellung der erste echte Kontakt mit dem Bundesheer“, betonte Militärkommandant Georg Härtinger. Pro Jahr werden in St. Pölten etwa 8.000 bis 10.000 junge Menschen untersucht, seit 2023 auch Frauen – derzeit rund 50 jährlich.
Verbesserungswünsche
Eine aktuelle Umfrage zeigt ein überwiegend positives Bild: Die Mehrheit der Stellungspflichtigen ist mit Ablauf, Information und medizinischer Untersuchung zufrieden. Gleichzeitig gibt es Verbesserungswünsche, etwa bei Wartezeiten oder Aufenthaltsbereichen.
Laut Leiter der Stellungsstraße, Thomas Kranawetter, werden derzeit bis zu 240 Personen pro Woche gemustert. Neben der Tauglichkeitsprüfung leistet die Stellung auch einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge, etwa durch das frühzeitige Erkennen von Erkrankungen.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt jedoch einen Rückgang: 2024 wurden rund 7.800 Personen gemustert – deutlich weniger als noch vor 20 Jahren. Gleichzeitig wird über Reformen diskutiert. Härtinger verwies auf das Modell „Österreich PLUS (8+2)“, das eine Verlängerung des Grundwehrdienstes vorsieht.
„Die technologische Entwicklung und die Stellungsstatistik der letzten Jahre unterstreicht die Notwendigkeit einer Verlängerung und von Übungen“, betonte der Brigadier.
Bei dem Event ebenfalls gesichtet: Die Vizebürgermeister Michael Kögl (SPÖ) und Florian Krumböck (ÖVP), Landesrätin Eva Prischl (SPÖ), Landesrat Martin Antauer (FPÖ), Landtagsabgeordneter Christian Brenner (FPÖ) und ASBÖ-Präsident Hannes Sauer. Moderiert wurde die Veranstaltung von Wachtmeister der Miliz und LGA-Kommunikationschef Matthias Hofer.
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