Militärchef beim Neujahrstreffen: "Soldaten permanent gefordert"
Gesprächsstoff gab es genug beim Neujahrstreffen des Militärkommandos Niederösterreich, das am Mittwoch in der Hesser-Kaserne in St. Pölten über die Bühne ging.
Diskutiert wurde über die wenige Stunden zuvor präsentierte Wehrdienstreform, die weltweit äußerst angespannte Sicherheitslage sowie die vielen Aufgaben, die das Bundesheer derzeit absolvieren muss und künftig noch zu bewältigen hat.
Prominente Gäste
Hausherr Georg Härtinger durfte mehr als 200 Gäste begrüßen, darunter auch viel Prominenz. Generalstabschef Rudolf Striedinger nahm an der Veranstaltung teil, ebenso die Landesräte Anton Kasser (ÖVP) und Eva Prischl (SPÖ).
Härtinger (2.v.li.) durfte viele Gäste begrüßen.
Militärkommandant Härtinger zog in seiner Rede vor allem eine große Bilanz. Die Soldatinnen und Soldaten, so Härtinger, seien immer wieder gefordert gewesen.
Ein Schwerpunkt lag zuletzt auf Assistenzeinsätzen: Nach dem Hochwasser 2024 war das Bundesheer 2025 erneut im Einsatz, um durch Desinfektionsmaßnahmen an der Grenze eine Einschleppung der Maul- und Klauenseuche zu verhindern. Rund 17.000 Einsatzstunden wurden dabei geleistet. Investitionen in die militärische Leistungsfähigkeit wirkten sich dabei direkt positiv auf diese Einsätze aus, betonte Härtinger.
Gute Nachrichten konnte auch Markus Auinger, Präsident der Österreichischen und Niederösterreichischen Unteroffiziersgesellschaft, verkünden: „Wir können heute auf doppelt so viele Kaderanwärter verweisen, weil im Zuge der Mission Vorwärts modernes Gerät und Infrastruktur angeschafft wurden und dadurch der Beruf Soldat bzw. Soldatin wesentlich interessanter geworden ist – und angesichts der internationalen Sicherheitslage auch wichtiger.“
Peter Fender, Präsident der Niederösterreichischen Offiziersgesellschaft, ergänzte: „Wir befinden uns seit einigen Jahren in einer Aufbauphase, der auch ein personeller Aufbau folgen muss. Den Vorschlägen der Wehrdienstkommission stehen wir äußerst positiv gegenüber.“
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