Chronik | Niederösterreich
09.11.2017

Stadt rüstet Mitarbeiter mit Alarmen aus

Das Wiener Neustädter Rathaus wurde nach Übergriffen außerdem mit Sicherheitstüren ausgestattet.

Die Stadtgemeinde Wiener Neustadt greift zu einem ungewöhnlichen Mittel. Aus Gründen der Sicherheit werden alle Außendienst-Mitarbeiter beispielsweise von der Parkraumbewirtschaftung oder der Müllentsorgung mit Taschenalarmen ausgestattet. Damit sollen die Bediensteten rasch Hilfe signalisieren können, wenn sie während ihrer Arbeit in eine gefährliche Situation gelangen.

"Mit diesen Taschenalarmen setzen wir einen weiteren Schritt zur Erhöhung der Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In der heutigen Zeit ist es einfach unverantwortlich, wenn unsere Bediensteten, die tagtäglich in der Öffentlichkeit stehen und sich teilweise auch Diskussionen stellen müssen, ungeschützt unterwegs sind", so Bürgermeister Klaus Schneeberger, Sicherheitsstadtrat Udo Landbauer und Baustadtrat Franz Dinhobl.

Zusätzlich wurden in den letzten Wochen Sicherheitstüren im Rathaus am Hauptplatz eingebaut sowie Mitarbeiter-Schulungen durch die Spezialisten der Polizei-Sondereinheit Cobra durchgeführt. Aus gutem Grund: Zuletzt war es am Aschermittwoch zu einem brenzligen Zwischenfall im Rathaus gekommen. Damals wurde eine Sozialarbeiterin in ihrem Büro von einem Jugendlichen mit einem Messer bedroht. Der junge Bursche dürfte mit einer Entscheidung des Sozialamtes, einen guten Freund betreffend, nicht einverstanden gewesen sein. Der 16-Jährige zückte damals ein Butterfly-Messer und fuchtelte demonstrativ vor den Augen der Frau herum.

Es war nicht der erste Vorfall dieser Art im Rathaus. Wie berichtet, erhielt FPÖ-Bürgermeister-Stellvertreter Michael Schnedlitz im vergangenen Jahr von einem 25-Jährigen Morddrohungen und eine schwarze Rose ins Rathaus-Büro geliefert. Der Mann wurde später in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingeliefert.