Stadt bekommt neues Viertel

Das Areal rund um die Magdeburgkaserne wird neu gestaltet.

Neunutzung des Kasernenareals McDowell und Schmuckenschlager zeigten die Pläne

Symbolisch gesprochen: Der letzte Soldat soll Ende des Jahres die Magdeburgkaserne in Klosterneuburg (Bezirk Wien-Umgebung) verlassen. Bis Mitte des nächsten Jahres auch der Plan für das neue Stadtviertel stehen.

Wie berichtet, wird die Stadtgemeinde einen Teil des Kasernenareals in der Magdeburgstraße kaufen. Ein Kredit in der Höhe von acht Millionen Euro wurde dafür bereits genehmigt. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde jetzt eine Bausperre für das Gebiet rund um die Kaserne verhängt. Denn die Stadtgemeinde hat bereits ein Planungsbüro (Knoll Consult) mit der Erstellung eines Konzepts für den neuen Stadtteil beauftragt. Konkret soll das Grundstück (das im Besitz des Bundes und des Stiftes liegt) von der Gärtnerei Spitzbart bis zur Kläranlage neu geplant werden. "Wir wollen ein ganzheitliches Konzept", sagt Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager (ÖVP).

"Ziel ist die Erstellung eines städtebaulichen Leitziels", sagt Victoria McDowell, Leiterin des Referats für Stadtplanung in Klosterneuburg. In einem sogenannten "kooperativen Planungsprozess" sollen Entscheidungsträger und Experten an der Planung teilhaben. Ein Team aus Städtebauern und Landschaftsplanern soll die Chancen und Risken des Standorts und seiner Umgebung definieren. Die Bürger sollen in Workshops in die Planung miteingebunden werden. "Wir haben aus der Volksbefragung gelernt, wie notwendig es ist, gemeinsam vorzugehen", sagt Schmuckenschlager.

Wohnbau

Konkret soll im neuen Stadtteil der Wirtschaftshof seinen zentralen Standort bekommen – die bisherigen Standorte in der Stadt will Schmuckenschlager dann anders nutzen, etwa für Kindergärten. Außerdem sollen im neuen Viertel Arbeitsplätze, Bildungseinrichtungen und Wohnraum entstehen. Dass der auch leistbar wird, fordern vor allem die Bürger von Klosterneuburg (siehe Kasten rechts).

In welcher Gewichtung Wohnraum, Betriebe und Bildungseinrichtungen errichtet werden, ist noch unklar. Ebenso, der künftige Name des Viertels. Darüber darf übrigens die Bevölkerung bestimmen.

(kurier) Erstellt am
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